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Mietkautionsdepot – So legst du deine Mietkaution clever an

Wer eine Wohnung mieten möchte, muss eine Mietkaution hinterlegen. Anstatt das so hinterlegte Geld jedoch möglicherweise für Jahre beisetezulegen, besteht auch die Möglichkeit, die Mietkaution für sich arbeiten zu lassen und Rendite zu kassieren. Möglich ist dies über ein sogenanntes Mietkautionsdepot. Doch wie genau funktioniert das Ganze und mit welchen Renditen kann man rechnen?

Mietkautionsdepot eröffnen*

Was ist ein Mietkautionsdepot?

Üblicherweise wird die fällige Mietkaution auf einem Mietkautionskonto hinterlegt. Jedoch ist dies nicht die einzige gesetzlich zugelassene Möglichkeit, eine Mietkaution zu hinterlegen.

Da die Mietkaution normalerweise für mehrere Jahre – abhängig davon, wie lange man in der Mietwohnung wohnt – nicht angetastet wird, ist es sinnvoll, nach Wegen zu suchen, die generierten Zinsen zu maximieren. Aufgrund der hohen Inflation sind die Zinsen, welche man für ein normales Mietkautionskonto erhält, zu vernachlässigen. Mit einem Mietkautionsdepot sind im Vergleich dazu jedoch teils erhebliche Gewinne möglich.

Bei einem solchen Mietkautionsdepot wird die hinterlegte Kaution nicht einfach auf dem Konto geparkt, sondern stattdessen in Anteile von Fonds und ETFs investiert.

Wie funktioniert ein Mietkautionsdepot?

Möchte man ein Mietkautionsdepot eröffnen, so stehen einem eine Reihe von Anbietern zur Auswahl. Einer der derzeit beliebtesten Anbieter ist hierbei growney*. Dort können Mieter ein Mietkautionsdepot* ganz einfach online eröffnen.

Bei der Eröffnung des Depots können Mieter/Anleger aus zehn unterschiedlichen Anlagestrategien wählen, die jeweils einem speziell von growney* zusammengestellten Portfolio entsprechen. Grundlage ist hierbei jeweils eine passive ETF-Anlagestrategie. Dabei wird in ETFs investiert, welche wiederum die Entwicklung des Marktes nachbilden. Dadurch wird das Risiko minimiert, welches ein Investment in einzelne Aktien normalerweise beherbergen würde.

Hat man sich für ein Anlageziel entschieden und das Depot eröffnet, muss dieses anschließend verpfändet werden, sodass der Vermieter im Fall einer offenen Mietkautionsforderung die Möglichkeit hat, die Kaution zu liquidieren. Für die Verpfändung wird eine einmalige Gebühr in Höhe von 29,75 Euro fällig.

Sobald die Verpfändung vorgenommen worden ist, hat man als Mieter keinen Zugriff mehr auf das so im Depot hinterlegte Geld. Allerdings wird das Geld über den gesamten Zeitraum hinweg in die, der gewählten Anlagestrategie entsprechenden, ETFs investiert und generiert Renditen.

ℹ️ Auch interessant: Mietkaution clever in ETFs anlegen*

Wird das Mietverhältnis schließlich irgendwann aufgehoben, endet auch die Verpfändung und Mieter können wieder voll auf ihre Mietkaution sowie die über den vergangenen Zeitraum hinweg erwirtschafte Rendite verfügen.

Wie steht es um die Gebühren?

Bei einem Mietkautionsdepot existieren zwei unterschiedliche Kostenpunkte. Zum einen müssen Anleger, welche über ein Depot in Wertpapiere investieren, üblicherweise eine Gebühr entrichten. Im Fall von growney* wäre dies beispielsweise bei einem Depotwert von unter 50.000 Euro eine jährliche Gebühr von 0,68 Prozent des hinterlegten Geldes.

Zusätzlich hierzu fällt noch die bereits oben erwähnte Gebühr für die Pfändung an, welche sich bei growney* auf einmalig 29,75 Euro beläuft.

Welche Renditen bietet ein Mietkautionsdepot?

Welche Rendite mit einem Mietkautionsdepot erzielt werden kann, hängt vom gewählten Anbieter, der Anlagestrategie sowie von der jeweiligen Marktlage ab. In Zeiten, in denen sich der Markt gut entwickelt, sind freilich deutlich höhere Renditen möglich als in Krisenzeiten. Investiert man jedoch über einen längeren Zeitraum hinweg, gleichen sich Aufs und Abs wieder aus, sodass durchschnittliche Renditen zustande kommen.

Wie hoch diese durchschnittlichen Renditen genau ausfallen können, hängt bei growney beispielsweise von der anlagestrategiebedingten Zusammenstellung des Portfolios ab.

growney* bieten zehn unterschiedliche Anlagestrategien, die sich in jeweils fünf unterschiedliche Portfolios für eine klassische und eine nachhaltige Anlagestrategie unterteilen. Entscheiden sich Anleger für einen konservativen Ansatz, so setzt sich das Depot hauptsächlich aus Anleihen-ETFs zusammen. Diese sind in Krisenzeiten sicherer als Aktien-ETFs, bringen dafür jedoch auch eine geringere Rendite ein. Entscheidet man sich hingegen für eine offensive Strategie, steigt der Anteil der Aktien im Portfolio.

Bei der defensivsten Portfoliozusammensetzung beläuft sich die erwartete Rendite auf 1,30 Prozent pro Jahr. Setzen Anleger hingegen auf ein Portfolio mit 100 Prozent Aktien-ETFs, so steigt die erwartete Rendite pro Jahr auf 7,63 Prozent.

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Mietkautionsdepot und Vermieter

Mieter und Vermieter können sich auf unterschiedliche Kautionsmöglichkeiten einigen. Möchte sich ein Mieter aus Renditegründen für ein Mietkautionsdepot entscheiden, so bedarf dies in jedem Fall der Zustimmung des Vermieters. Dieser kann im Zweifelsfall aber auch ablehnen.

Grund für eine solche Ablehnung kann möglicherweise eine Unkenntnis über diese Art der Mietkaution sein. In diesem Fall sollten Mieter ihre Vermieter vorher über die Vorteile eines Mietkautionsdepots aufklären. Tatsächlich bietet diese Art der Mietkaution auch für Vermieter einen handfesten Vorteil.

Aufgrund der aktuell sehr hohen Inflation besteht die Gefahr, dass die hinterlegte Geldsumme im Laufe der Zeit nicht mehr dem tatsächlichen Gegenwert von 3 Monatsmieten entspricht. Die höhere Rendite eines Mietkautionsdepots kann dem jedoch entgegenwirken. Im Schadensfall hat der Vermieter nämlich das Recht, auf die durch Zinsen und Rendite angestiegene Sicherheit zuzugreifen. Auf diese Weise können Vermieter im Zweifelsfall auf eine Kaution zurückgreifen, welche die 3 ursprünglichen Monatsmieten deutlich übersteigen kann.

Was geschieht bei einer sinkenden Kautionssumme?

Langfristig gesehen entwickeln sich die Märkte als Ganzes seit Jahrzehnten stets aufwärts. Dies schließt zwischenzeitliche Kursrückgänge jedoch nicht aus. Dementsprechend besteht bei einer Investition der Mietkaution in den Wertpapiermarkt natürlich durchaus die Gefahr, dass die hinterlegte Geldsumme schrumpft.

Mieter und Vermieter sollten sich daher vorher bereits einigen, wie in einem solchen Fall vorgegangen werden soll. Es bieten sich hierbei diverse Möglichkeiten an. So kann der Mieter beispielsweise einen Ausgleich auf das Mietkautionsdepot einzahlen. Sind die Kurse gerade temporär niedrig, kann der Mieter auch eine direkte Zahlung an den Vermieter leisten, um so eine Auszahlung des Mietkautionsdepots zu verhindern.

Vor- und Nachteile im Überblick

Vorteile:

  • Höhere Rendite als bei Mietkonto
  • Schutz vor Inflation
  • Möglicher Gewinn für Mieter
  • Mögliche höhere Sicherheit für Vermieter

Nachteile:

  • Eher unbekannte Art der Mietkaution
  • Hinterlegte Geldsumme kann auch sinken
  • Kündigungsdauer zum Teil länger als 3 Monate
  • Noch keine Mieterverwaltung für Vermieter möglich

Fazit

Ein Mietkautionsdepot kann eine attraktive Alternative zu einem herkömmlichen Mietkonto darstellen. Während die Zinsen auf einem Konto angesichts der heutigen Inflation zu vernachlässigen sind, sind mit einem Mietkautionsdepot teilweise Renditen von 7 oder mehr Prozent pro Jahr möglich.

Für Mieter bietet dies den Vorteil, dass sie nach der Beendigung des Mietverhältnisses möglicherweise neben ihrer Mietkaution noch eine beträchtliche Rendite erhalten. Vermieter können wiederum im Mietkautionsfall womöglich auf eine Sicherheit zurückgreifen, welche die 3 ursprünglich hinterlegten Monatsmieten übersteigt. Auf diese Weise erlaubt es ein Mietkautionsdepot, der aktuell hohen Inflation effektiv entgegenzuwirken.

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Florian Schulze
Florian Schulze
Florian Schulze hat einen Abschluss in internationaler Politik und Wirtschaftspolitik und studiert derzeit Mathematik. Aktien sind seine Leidenschaft.

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