Biotech Aktien kaufen

Biotech-Aktien kaufen: 9 extrem aussichtsreiche Unternehmen

Biotech-Unternehmen gelten als die Zukunft im Bereich der Entwicklung von medizinischen Behandlungen. Firmen wie BioNTech oder Moderna haben 2020 bei der Impfstoffentwicklung gezeigt, wozu sie in der Lage sind. Dies weckt natürlich auch bei Anlegern und Investoren Begehrlichkeiten. Doch welches sind die besten Biotech-Aktien für die Zukunft?

Biotech Aktien kaufen*

Mittlerweile tummeln sich zahlreiche etablierte Player und Start-ups am Markt. Während die Aktien von BioNTech und Moderna bereits sehr hoch bewertet sind, bieten zahlreiche unbekanntere Titel in den kommenden Jahren womöglich noch erhebliche Renditechancen.

In diesem Artikel werfen wir einen Blick auf Biotech-Aktien mit sehr guten Aussichten. Wer mit dem Gedanken spielt, Biotech-Aktien zu kaufen, sollte die folgenden Unternehmen im Hinterkopf behalten.

Die besten Biotech-Aktien 2021 und darüber hinaus

Amgen

Amgen ist ein US-amerikanisches Biotech-Unternehmen, welches bereits im Jahr 1980 gegründet worden ist. Seit 1983 gilt Amgen als das größte Biotech der Welt. Heute liegt die Marktkapitalisierung bei knapp unter 100 Milliarden Dollar.

Als alter Hase im Biotechnologie-Segment verfügt Amgen über sehr viel Erfahrung und ist in zahlreichen Bereichen tätig. Zu den Entwicklungsschwerpunkten zählen Blutkrankheiten, Diabetes, Zelltherapie, Neurologie, Knochenkrankheiten und vieles mehr. Bereits 1989 konnte man das erste Biotech-Medikament erfolgreich auf den Markt bringen.

Einer der größten Vorteile von Amgen ist seine schiere Größe. Dadurch ist man in der Lage, an zahlreichen unterschiedlichen Medikamenten zu forschen und ist damit weniger stark von Erfolg oder Misserfolg einzelner Projekte abhängig. Im Gegenzug ist die Amgen-Aktie (ISIN: US0311621009) allerdings auch bereits eine etablierte Größe, deren Wachstumspotenzial eher nicht an jenes jünger Aktienunternehmen heranreicht.

Kurs Amgen Aktie (Quelle: Google)

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In den letzten zehn Jahren ist der Kurs der Amgen-Aktie um gut 330 Prozent gestiegen. Auf die vergangenen drei Jahre entfällt jedoch gerade einmal ein Kurswachstum von 5,5 Prozent. In den kommenden Jahren gehen Analysten von einem moderaten Wachstum bei Umsatz und Gewinn aus. Auch das prognostizierte Kurswachstum fällt mit 17,6 Prozent moderat aus.

Was die Amgen-Aktie jedoch interessant macht, ist die hohe Dividende, welche das Unternehmen an seine Anteilseigner ausschüttet. Für 2021 sind dies 6,90 Dollar, was einer Dividendenrendite von 3,35 Prozent entspricht. Bei anderen Biotech-Aktien sucht man solche Werte vergeblich.

Darüber hinaus hat Amgen in der Vergangenheit immer wieder umfangreiche Aktienrückkäufe durchgeführt. Die Unternehmensführung scheint zudem zu beabsichtigen, an dieser Praxis auch in Zukunft weiter festzuhalten. Für den Aktienkurs wäre ein weiterer Aktienrückkauf ein hervorragendes Signal.

BB Biotech

Die BB Biotech AG ist für sich genommen kein eigenständiges Biotech-Unternehmen. Vielmehr handelt es sich hierbei um eine Biotechnologie-Beteiligungsgesellschaft. Das Unternehmen beteiligt sich an vielversprechenden Aktienunternehmen, die im Bereich der Biotechnologie tätig sind.

Der große Vorteil der BB-Biotech-Aktie (ISIN: CH0038389992) ist, dass man das Papier als eine Art Biotechnologie-Fonds nutzen kann. Die Experten von BB Biotech verfügen über ausreichend Kenntnisse, um professionell einschätzen zu können, welche Biotech-Unternehmen sich am ehesten für eine Beteiligung eignen. Davon profitieren wiederum Anleger in Form einer im Kurs steigenden BB-Biotech-Aktie. Daher handelt es sich hierbei um eine der besten Biotech-Aktien für Anleger, die sich ansonsten nicht sonderlich in der Branche auskennen.

Kurs BB Biotech Aktie (Quelle: Google)

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Der Nachteil hierbei ist natürlich, dass BB Biotech kein wirklicher ETF, sondern eine Einzelaktie ist. Der Preis der Aktie spiegelt nicht genau die Wertentwicklung der Aktien wider, welche BB Biotech gekauft hat.

Wer jedoch von dem weiteren Potenzial der Biotech-Branche überzeugt ist, sollte definitiv über die BB-Biotech-Aktie nachdenken. In den letzten zehn Jahren ist der Kurs des Papiers um 670 Prozent gestiegen. In den letzten 12 Monaten beläuft sich das Kursplus immerhin noch auf 22,6 Prozent. Die Analysten raten aktuell mehrheitlich zum Kauf. Das mittlere Kursziel liegt dabei 17 Prozent über dem jetzigen Aktienkurs.

Evotec

Das in Hamburg ansässige Unternehmen Evotec arbeitet im Bereich der Erforschung und Entwicklung von Wirkstoffen für die Behandlung von Alzheimer, Diabetes, Krebs, Entzündungs- und Infektionskrankheiten sowie diversen anderen Erkrankungen.

Das operative Geschäft gliedert sich in zwei Segmente: EVT Executive und EVT Innovative. Während man bei EVT Executive mit externen Unternehmen zusammenarbeitet, steht bei EVT Innovative die Wirkstoffforschung im Zentrum. Dabei arbeitet Evotec mit diversen Universitäten und anderen Forschungsinstituten zusammen.

Kurs Evotech Aktie (Quelle: Google)

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Die Evotec-Aktie (ISIN: DE0005664809) gehörte in den vergangenen Jahren zu den am besten performenden Aktien im Bereich der Biotechnologie. In den letzten zehn Jahren ist der Aktienkurs um extrem starke 1.700 Prozent gestiegen. Auch in den vergangenen 12 Monaten steht ein Kursplus von rund 84 Prozent zu Buche.

Bei den Analysten überwiegt derzeit zwar eher eine abwartende Haltung. Grund hierfür ist das enorm starke Kurswachstum der Aktie. Allerdings wurden die Kursziele auch seit Anfang des Jahres kontinuierlich nach oben geschraubt. Eine weitere Erhöhung erscheint hier nur eine Frage der Zeit zu sein. Bei Evotec rechnet man in den nächsten Jahren jedenfalls mit weiterhin steigenden Umsätzen.

Formycon

Mit Formycon haben wir gleich das nächste deutsche Biotech-Unternehmen im Bunde. Formycon entwickelt sogenannte Biosimilars – Nachahmerprodukte eines Biopharmazeutikums. Im Fokus der Entwicklungsarbeit stehen dabei besonders Wirkstoffe im Bereich der Ophthalmologie, Immunologie sowie diverse chronische Erkrankungen.

Innerhalb der klassischen Pharma-Branche sind Generika ein wichtiger Aspekt des Geschäfts. Jedes neu entwickelte Medikament ist nur für eine fest vorgeschriebene Zeit patentrechtlich geschützt. Danach können Konkurrenten günstigere Nachahmerprodukte auf den Markt bringen. Formycon möchte auf dem Markt für biotechnologisch erzeugte Wirkstoffe die gleiche Rolle einnehmen.

In den letzten zehn Jahren konnte die Formycon-Aktie (ISIN: DE000A1EWVY8) mit einem Wachstum von 690 Prozent überzeugen. Auch in den vergangenen 12 Monaten war das Kurswachstum mit knapp 60 Prozent immer noch hervorragend.

Kurs Formycon AKtie (Quelle: Google)

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Die Mehrheit der Analysten ist derzeit davon überzeugt, dass die Formycon-Aktie einen guten Kauf darstellt. Das durchschnittliche Kursziel liegt aktuell rund 38 Prozent über dem momentanen Kurs der Aktie.

Halozyme

Der Schwerpunkt des US-amerikanischen Biotech-Unternehmens Halozyme liegt auf der Entwicklung von Krebstherapien. Eine Zusammenarbeit besteht derzeit u. a. mit den Pharmariesen Roche und Pfizer. Eines der aktuell wichtigsten Präparate im Sortiment von Halozyme ist dabei Pegvorhyaluronidase alfa, welches zur Behandlung solider Tumore eingesetzt wird.

Aktuell verfügt Halozyme mit seiner Enhance Technology über ein Juwel in seinem Produktsortiment. Die Drug Delivery-Technologie wird u. a. von Roche, AbbVie, Pfizer oder Eli Lilly genutzt und die entsprechenden Lizenzgebühren sichern Halozyme stetige Einnahmen. Entsprechend stark ist auch der Cashflow von Halozyme, welcher im Branchendurchschnitt als mehr als überdurchschnittlich zu bewerten ist.

Der Kurs der Halozyme-Aktie (ISIN: US40637H1095) ist in den letzten zehn Jahren um 530 Prozent gestiegen. Innerhalb der vergangenen 12 Monate hat die Aktie gut 34 Prozent an Wert zugelegt.

Kurs Halocyme Aktie (Quelle: Google)

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Bei den Kursbeobachtern herrscht mit Blick auf das weitere Kurspotenzial der Halozyme-Aktie großer Optimismus. So sprechen sich von 12 Kursbeobachtern 10 für einen Kauf oder zumindest ein Aufstocken aus. Das durchschnittliche Kursziel liegt derzeit rund 30 Prozent über dem eigentlichen Aktienwert.

Besonders interessant: Halozyme wird innerhalb der Branche bereits seit Längerem als möglicher Übernahmekandidat gehandelt. Sollte sich dies in Zukunft bewahrheiten, können Anleger wohl nochmals mit einem deutlichen Kursschub rechnen.

Intra-Cellular Therapies

Das bereits 2002 gegründete US-Unternehmen Intra-Cellular Therapies hat das Medikament Lumapeterone entwickelt. Es ist zur Behandlung von Depressionen und Schizophrenie gedacht und soll im Zusammenhang mit der Behandlung von bipolaren Störungen zum Einsatz kommen.

Für die Behandlung von Schizophrenie ist das Medikament bereits zugelassen. Derzeit laufen Studien, um die Wirksamkeit bei Depressionen zu belegen. Sollte auch hierfür eine Zulassung erfolgen, hätte Intra-Cellular mit Lumapeterone tatsächlich ein echtes Blockbuster-Medikament an der Hand. Allein in den USA werden aktuell rund 10 Millionen Menschen behandelt, für die das Mittel infrage käme.

Auch ansonsten ist Intra-Cellular Therapies sehr gut aufgestellt. Das Unternehmen weist nur einen sehr geringen Verschuldungsgrad auf. Dem stehen hohe Cash-Positionen gegenüber. Dadurch ist man ohne Weiteres in der Lage, die Entwicklung des Medikaments sowie evtl. weiterer vielversprechender Wirkstoffe weiter voranzutreiben.

Die Intra-Cellular-Aktie (ISIN: US46116X1019) hat sich in letzter Zeit ebenfalls sehr gut entwickelt. In den letzten fünf Jahren ist der Kurs um rund 200 Prozent gestiegen. Allein über die zurückliegenden 12 Monate hinweg beläuft sich das Kursplus auf rund 52 Prozent.

Kurs Intra-Cellular Aktie (Quelle: Google)

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Angesichts der sehr guten Aussichten gehört Intra-Cellular derzeit auch zu den großen Lieblingen der Analysten unter den Biotechs. Von elf Kursbeobachtern sprechen sich derzeit sieben für einen Kauf und vier für Aufstocken aus. Das durchschnittliche Kursziel liegt momentan rund 32 Prozent über dem aktuellen Aktienkurs. Selbst die pessimistischsten Kursbeobachter gehen von einem steigenden Kurs aus, während Optimisten gar eine Verdoppelung für realistisch halten.

Derzeit befindet sich Lumapeterone in der kritischen Phase 3 der klinischen Tests. Die Zwischenberichte lesen sich dabei überaus optimistisch. Sollte das Medikament tatsächlich zugelassen werden, könnte die Intra-Cellular-Aktie ohne Zweifel zu einer der besten Biotech-Aktien werden.

Mirati Therapeutics

Mirati Therapeutics ist ein kalifornisches Biotech-Unternehmen, das an der Entwicklung innovativer Krebstherapien forscht. Konkret arbeitet Mirati daran, Behandlungen zu entwickeln, welche die genetischen und immunologischen Auslöser von Krebs bekämpfen.

Derzeit arbeitet das Unternehmen mit Sanofi bei der Entwicklung einer Therapie gegen Lungenkrebs zusammen. Dabei konnte man erst vor wenigen Wochen erste positive Zwischenergebnisse im Rahmen der laufenden Phase-2-Studie vermelden.

In kaum einem Bereich ruhen dermaßen hohe Hoffnungen auf der medizinischen Biotechnologie wie bei der Krebsforschung. Entsprechend stark hat sich auch die Mirati-Aktie (ISIN: US60468T10519) in den vergangenen Jahren entwickelt. In den letzten zehn Jahren ist der Kurs der Mirati-Aktie um 1.500 Prozent gestiegen. Allerdings verzeichnete das Papier im laufenden Jahr einen leichten Kursverlust.

Kurs Mirati Aktie (Quelle: Google)

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Die Stimmung unter den Analysten hat sich dadurch nicht wesentlich eingetrübt. Von 15 Kursbeobachtern raten derzeit sechs zum Kaufen und vier weitere zum Aufstocken. Das durchschnittliche Kursziel liegt derweil 23 Prozent über dem eigentlichen Aktienkurs. Ebenfalls interessant: Momentan sind 55 Hedgefonds in Mirati investiert.

Regeneron Pharmaceutical

Bei Regeneron Pharmaceutical handelt es sich um einen weiteren alten Hasen im Geschäft. Ursprünglich war das Unternehmen vor 30 Jahren mit dem Ziel gegründet worden, lebenswichtige Arzneimittel für Menschen zu entwickeln, die an schweren Krankheiten leiden. Im besonderen Fokus stehen dabei Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen, neuromuskuläre Erkrankungen, Infektionskrankheiten, Krebs sowie einige sehr seltene Erkrankungen.

Regeneron ist derzeit Weltmarktführer bei der Herstellung menschlicher Antikörper. Diese werden dabei sowohl selbst vermarktet, als auch in Kooperation mit etablierten Pharma-Konzernen wie Bayer oder Sanofi vertrieben.

Bekanntheit erlangte Regeneron zudem durch seine erfolgreiche Entwicklung eines Antikörper-Cocktails gegen Covid-19 unter der Bezeichnung REGN-COV2. Der bekannteste Patient, welcher damit erfolgreich behandelt wurde, ist der ehemalige US-Präsident Donald Trump. Während REGN-COV2 bereits seit Längerem in den USA zum Einsatz kommt, könnte ein Einsatz in Europa nun kurz bevor stehen. Ein entsprechender Antrag zur Zulassung ist bereits eingereicht und Experten rechnen mit einem raschen positiven Bescheid.

Abgesehen davon verfügt Regeneron auch über eine gut gefüllte Pipeline. Derzeit befinden sich diverse Medikamente gegen rheumatoide Arthritis, Hypercholesterinämie oder gegen Krebs in der Entwicklung. Zugleich unterhält das Unternehmen mit dem Regeneron Genetics Center eine der größten Einrichtungen zur Gensequenzierung.

Der Kurs der Regeneron-Aktie (ISIN: US75886F1075) ist in den letzten zehn Jahren um 770 Prozent gestiegen. Die vergangenen 12 Monate verliefen dabei aber eher durchwachsen. Nach einem starken Kursanstieg zwischen Februar und September hat die Aktie zuletzt rund 14 Prozent an Wert verloren.

Kurs Regeneron Aktie (Quelle: Google)

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Angesichts der zuvor sehr starken Kursrallye erscheint eine derartige Konsolidierungsphase allerdings ohnehin folgerichtig zu sein. Für Anleger könnte sich dadurch aber gleichzeitig auch wieder eine lohnende Einstiegsschance ergeben.

Die Mehrzahl der Analysten bewertet die Aussichten der Aktie auch weiterhin positiv. Von 24 Kursbeobachtern sprechen sich immerhin elf für einen Kauf aus. Neun weitere Analysten bewerten die Aktie neutral. Das durchschnittliche Kursziel liegt nach den jüngsten Kursverlusten knapp 23 Prozent über dem jetzigen Kurs der Regeneron-Aktie.

Vertex Pharmaceuticals

Vertex Pharmaceuticals ist ein Pharama- und Biotech-Unternehmen, welches Behandlungen gegen Autoimmunkrankheiten, Entzündungen und Virusinfektionen entwickelt. Vertex gehört in der Branche zu den Vorreitern. Bereits frühzeitig sattelte man von der herkömmlichen kombinatorischen Chemie zu einem modernen Wirkstoffdesign um.

2019 machte Vertex mit der Nachricht Schlagzeilen, erstmals eine Erbkrankheit mithilfe der Genschere CRISP/Cas geheilt zu haben. Derzeit arbeitet man zusammen mit seinem Partner CRISPR Therapeutics an der Entwicklung einer Behandlung der seltenen Blutkrankheiten Beta-Thalassämie und Sichelzellenanämie. Mit einer Zulassung der Gentherapie rechnen die beiden Partner in der zweiten Hälfte 2023.

Neben seiner innovativen Entwicklung neuer Behandlungsmethoden kann Vertex auch mit einem starken Burggraben überzeugen. So vermarktet man gerade nicht weniger als vier unterschiedliche Medikamente im Bereich der Mukoviszidose-Behandlung. Ein weiteres Medikament befindet sich dabei aktuell noch in der Entwicklung. Vertex ist zudem derzeit das einzige Unternehmen, welches dir Ursachen der seltenen Erbkrankheit behandelt.

Der Kurs der Vertex-Aktie (ISIN: US92532F1003) ist in den zurückliegenden zehn Jahren um 320 Prozent gestiegen. Die vergangenen 12 Monate verliefen jedoch alles andere als positiv für die Aktie. In diesem Zeitraum hat das Papier rund ein Drittel seines Wertes eingebüßt. Allerdings könnte sich dadurch für Anleger womöglich eine günstige Einstiegschance ergeben.

Kurs Vertex Aktie (Quelle: Google)

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Vertex hat derzeit mehrere vielversprechende Therapien in seiner Entwicklungs-Pipeline. Zwar kann es in Zukunft durchaus zu Rückschlägen kommen. Jedoch benötigt das Unternehmen laut Experteneinschätzung lediglich ein oder zwei Erfolge, um für die nächsten zehn Jahre „auszusorgen“.

Die negative Stimmung vieler Anleger wird daher von der deutlichen Mehrheit der Analysten nicht geteilt. Von 26 Kursbeobachtern spricht sich derzeit die Hälfte für einen Kauf aus. Sechs weitere Experten raten zumindest zum Aufstocken und fünf bewerten die Aktie abwartend. Das durchschnittliche Kursziel liegt mittlerweile mehr als 43 Prozent über dem tatsächlichen Kurs der Aktie. Trotz der langen Negativphase rechnen selbst die größten Skeptiker nur noch mit einer geringfügigen Kurskorrektur, während manche Beobachter gar ein Kursplus von 80 Prozent für möglich halten.

Chancen und Risiken beim Kauf von Biotech-Aktien

Bereits heute beruhen laut Evaluate Pharma rund zwei Drittel aller Medikamente, welche neu auf dem Markt zugelassen werden, auf Forschungsergebnissen der Biotechnologie. Es strömen immer mehr Biotech-Unternehmen an den Markt. Viele von ihnen sind mittlerweile über das Studium der reinen Grundlagenforschung hinaus und arbeiten selbst an der Entwicklung von neuen Wirkstoffen, Vakzinen und neuartigen Behandlungsmethoden für schwer heilbare Krankheiten.

Durch die neuen Methoden, mit denen Biotechs arbeiten, sind Durchbrüche in Bereichen möglich, bei denen sich traditionelle Pharma-Konzerne seit Langem schwertun. Das Potenzial der Biotechnologie ist riesig und aktuell nur zu einem Bruchteil realisiert.

Gleichzeitig gilt für jedes noch so innovative Biotech das Gleiche wie für jeden Pharma-Konzern: Die Entwicklung neuer Behandlungen ist ein komplexer Prozess, bei dem es jederzeit zu Rückschlägen kommen kann. Ein prominentes Beispiel hierfür ist der das Tübinger Unternehmen CureVac, welches erst vor Kurzem die Entwicklung an seinem ersten Impfstoffanwärter aufgrund mangelnder Wirksamkeit eingestellt hatte.

Das bedeutet, dass sich der Kurs jeder Biotech-Aktie von Natur aus bis zu einem gewissen Grad unvorhersehbar entwickelt. Kurzfristige Kursschwankungen können daher nie ausgeschlossen werden. Wer jedoch langfristig investiert, macht sich weniger von Erfolg oder Misserfolg eines einzelnen Entwicklungsprojektes abhängig.

Jedes der oben genannten Unternehmen hat das Zeug dazu, zu einer der besten Biotech-Aktien 2021 und darüber hinaus zu werden. Wer Biotech-Aktien kaufen möchte, sollte aber in jedem Fall bereit sein, sich eingehender mit der Materie zu beschäftigen. Die Biotechnologie ist ohne Frage eine der Schlüsseltechnologien der nächsten Dekaden. Ein derartiges Potenzial verdient die Aufmerksamkeit von Anlegern.