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So diversifizierst du dein Depot geografisch sinnvoll

Diversifikation ist das A und O, um das Risiko bei der Geldanlage zu reduzieren. Dabei kann Diversifikation meinen, dass Anleger auf verschiedene Unternehmen aus verschiedenen Branchen setzen. Doch auch unterschiedliche Regionen sollten im Depot enthalten sein, da somit das Risiko gestreut wird. Schließlich ist es gut möglich, dass in einer bestimmten Weltregion in Zukunft eine Wirtschaftskrise auftritt, während andere Länder besonders stark performen.

Mit einer bunten Mischung erhöhen die Anleger die Chance, bei Wachstumsstorys dabei zu sein. Im folgenden Beitrag geht es somit darum, wie du dein Depot geografisch sinnvoll diversifiziert.

Ein „Richtig“ oder „Falsch“ gibt es nicht

Eins vorweg: Bei der geografischen Diversifikation gibt es nicht die eine richtige Strategie und alles andere ist falsch. Vielmehr gibt es unterschiedliche Wege, die allesamt zum Erfolg führen können. Doch eins ist ebenfalls sicher – geografische Diversifikation ist ein Must-have, um langfristig erfolgreich Geldanlage betreiben zu können. Darüber hinaus bevorzugen die einen Anleger jedoch US-amerikanische Aktien, während andere Investoren europäische Wertpapiere schätzen. Die Home-Bias und das damit verbundene vorrangige Investieren in deutsche Aktien ist ebenfalls verbreitet.

Einige Anleger sehen das Wachstum in Fernost und setzen ausschließlich auf die Anteilsscheine asiatischer Unternehmen. Doch ganz gleich, wo die jeweilige Präferenz der Aktionäre liegt – etwas geografische Diversifikation ist immer vonnöten, wenn man nicht ein überproportionales Klumpenrisiko eingehen möchte.

Investieren mit ETFs: Entwickelte Länder und Schwellenländer

Besonders einfach gelingt die geografische Diversifikation mit ETFs. Denn ein ETF auf einen marktbreiten Index ist bereits natürlich diversifiziert. Nichtsdestotrotz ist die Annahme falsch, wenn Anleger denken, dass sie nun perfekt in die ganze Welt investieren. Denn die USA ist in fast jedem ETF überproportional vertreten. Zugleich sind beispielsweise im beliebten MSCI World ETF keine Schwellenländer enthalten. Folglich empfiehlt sich eine Kombination verschiedener ETFs, um die gewünschte Gewichtung zu erhalten. Denn auch ein All World Country ETF enthält zum überwiegenden Teil die entwickelten Länder, allen voran die USA.

Mit einer Kombination aus MSCI World und Emerging Markets ETF können Anleger zum einen die Gewichtung der USA reduzieren und zum anderen die Schwellenländer höher gewichten. Je nach Risikoaffinität und Anlagehorizont könnte sich eine Gewichtung von 70:30 (entwickelte Länder/Schwellenländer) oder 60:40 anbieten.

Aktiendepot geografisch diversifizieren

Etwas schwieriger ist es, ein Depot mit Einzelaktien geografisch optimal zu diversifizieren. Jedenfalls enthalten sollten US-amerikanische, asiatische und auch europäische Titel sein. Gut und gerne dürfen die US-Unternehmen in der Überzahl sein. Doch auch Europa oder Asien haben sich einen gewichtigen Anteil verdient. Je höher Chancen und Risiken sein sollen, desto höher könnte man Asien-Aktien aus China, Indien, Singapur oder Südostasien gewichten. Ob man dann australische Titel und südamerikanische Werte in das Depot aufnimmt, ist jedem selbst überlassen. In afrikanische Aktien kann man heute sowieso nur denkbar schwer investieren, obgleich Afrika für langfristige Anleger enormes Potential bietet.

Große Konzerne sind natürlich diversifiziert

Der Globalisierung sei Dank kehrt eine natürliche Diversifikation bereits im Depot ein, wenn wir in die besten Unternehmen der Welt investieren. Denn beispielsweise vertreibt Apple die eigenen Geräte auf der ganzen Welt – es besteht somit keinesfalls eine ausschließliche Abhängigkeit vom US-amerikanischen Markt. Das britische Unternehmen Unilever erwirtschaftet sogar über 60 % der Umsätze in den Schwellenländern. Nichtsdestotrotz gibt es mit dem Unternehmenssitz ein gewisses politisches Risiko am Heimatstandort, da dort die Steuern gezahlt und Regularien erfüllt werden müssen.

Eine klare Regel gibt es nicht!

Abschließend lässt sich konstatieren, dass es keine klare Regel für die geografische Diversifikation des eigenen Portfolios gibt. Der eine Investor setzt auf das historisch überdurchschnittliche Renditepotential US-amerikanischer Wertpapiere, während andere Anleger die Wachstumschancen in Asien sehen. Demgegenüber entscheidet die Risikoaffinität ebenfalls über die geografische Diversifikation. Denn das Investieren in Schwellenländer und eher instabile Kapitalmärkte ist mit deutlich mehr Risiken verbunden, als dies beim deutschen oder US-amerikanischen Aktienmarkt der Fall ist.

Obgleich es eine klare Regel nicht gibt, sollten Anleger jegliche Ignoranz vermeiden. Denn nicht immer werden wir in den USA und in Europa entwickelter als der Rest der Welt sein. Der asiatische Kontinent ist mit China und Indien auf einer Aufholjagd, die aller Voraussicht nach von Erfolg gekrönt sein wird. Wer dies außer Acht lässt, braucht sich in einigen Jahren nicht wundern, wenn er den weltweiten Aktienmarkt nicht geschlagen hat. Denn für eine überdurchschnittliche Rendite ist wohl oder übel auch ein wenig Risiko vonnöten – dies gilt auch für die Gewichtung der einzelnen Regionen.

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