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Warum Diversifikation bei der Geldanlage so enorm wichtig ist

„Breit gestreut, nie bereut!“ – neben tollen und lesenswerten Büchern hat uns die verstorbene „Börsen-Omi“ Beate Sander auch das ein oder andere wichtige Zitat mit auf den Weg gegeben. Kaum ein anderer Ausspruch fasst eines der grundlegendsten Prinzipien des Aktienmarkts besser zusammen: die Diversifikation. Neulinge an der Börse lernen meist zuallererst, dass ein breit aufgestelltes Portfolio das beste Bollwerk gegen Wertverlust ist. Und dennoch passieren in diesem Bereich immer wieder Fehler. Grund genug, diesen wichtigen Grundsatz an der Börse genauer zu beleuchten.

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Warum ist breites Streuen wichtig?

Sofern man nicht im Besitz von Glaskugeln oder Wunderlampen ist, wird die genaue Vorhersage der Zukunft schwierig. Selbst wenn man eine „todsichere“ Aktie im Blick hat, sollte man nie alles auf eine Karte setzen. Diverse Beispiele der Vergangenheit zeigen, dass auch die solidesten Unternehmen Schiffbruch erleiden können. Sei es ein Bilanzskandal, eine technische Neuerung oder verpasste Entwicklungen – nicht wenige große Marken sind wegen diesen Dingen bereits untergegangen. Für die eigene Aktivität an der Börse heißt das also, dass totale Sicherheit eine Illusion ist – egal wie überzeugt Freunde, Bekannte und Analysten von einer Aktie sind.

Es ist daher von großer Bedeutung, sein eigenes Geld – und damit das Risiko – auf mehrere Zugpferde im Portfolio zu verteilen. Natürlich tut jeder Verlust weh, ein ausgeglichenes Depot kann aber einiges ausgleichen. Horrorgeschichten von Totalverlusten an der Börse kommen meist von Menschen, die die Diversifikation sträflich vernachlässigt und das schnelle Geld gewittert haben.

Wie kann die Diversifikation aussehen?

Natürlich macht es keinen Sinn, einfach nur möglichst viele Aktien im eigenen Portfolio zu horten. Achtet man auf gewisse Qualitätsmerkmale, fallen sowieso bereits viele Unternehmen aus dem Raster heraus. Ein gut diversifiziertes Portfolio besitzt man zwischen zehn und 20 Aktien. Mehr Wertpapiere im Depot bringen nicht mehr Sicherheit und können sich sogar negativ auswirken. Maßhalten ist hier also angesagt. Der Effekt der Diversifikation wirkt aber nur, bei wirklich unterschiedlichen Firmen. Natürlich korrelieren die Entwicklungen der Aktie eines Automobilherstellers mit der eines Zulieferers.

Es macht ebenfalls nicht viel Sinn, nur auf ein bis zwei Branchen zu setzen. Ein stabiles Portfolio ist also aus guten Unternehmen aus verschiedenen Ländern (oder sogar Kontinenten) und Branchen zusammengesetzt. Ebenfalls kann man beim Kaufzeitpunkt variieren. Es empfiehlt sich, die Aktien in Tranchen zu kaufen. Zwar sollte man kein „Markettiming“ betreiben, allerdings ist es nicht immer ratsam, das ganze Pulver sofort zu verschießen.

Diversifikation bietet zwar Sicherheit, allerdings nur auf Ebene der Unternehmen. Diverse Krisen in der Vergangenheit haben gezeigt, dass auch der gesamte Markt nach unten rauschen kann. Für einen langfristig orientierten Investor sollte das aber kein Problem, sondern eher eine Chance sein – auch das ist übrigens eine Weisheit von Beate Sander. Für diesen Fall sollte man genug Geld im Portfolio haben, um bei qualitativ hochwertigen Unternehmen nachkaufen zu können. Ein Börsencrash sollte also nicht nur negativ gesehen werden – vielmehr bietet er attraktive Einstiegsmöglichkeiten. Man muss sich nur trauen!

Über den eigenen Horizont blicken

Diversifikation wird oft dadurch verhindert, dass Leute gerne Marken kaufen, die sie bereits kennen. Natürlich gibt es in Deutschland hervorragende Firmen, aber es ist falsch, ausschließlich auf DAX-Konzerne zu setzen. Eine geographische Streuung wäre in diesem Fall nicht gegeben. Deshalb macht es Sinn, sich auf der gesamten Welt nach tollen Unternehmen umzuschauen. Auch die Auseinandersetzung mit neuen oder unbekannten Branchen erweitert den Horizont und bringt tolle Gelegenheiten mit sich.

Zwar rät eine andere Legende an der Börse, Warren Buffett, nur Dinge zu kaufen, die man auch versteht, Wissenserweiterung kann aber trotzdem nicht schaden. Das ist keine Aufforderung jedem Trend hinterherzujagen, aber es ist sicher nicht verkehrt, über Dinge wie Wasserstoff, E-Mobilität oder künstliche Intelligenz Bescheid zu wissen. Auch das hat unsere Börsenoma uns beigebracht: Trotz ihres hohen Alters hat sie sich immer wieder mit der neuesten Technik beschäftigt. So kommt eine gute Diversifikation von ganz alleine.

Fazit: Eine der wichtigsten Regeln am Aktienmarkt

Die breite Diversifikation der eigenen Wertpapiere ist vor allem ein Schutz vor massiven Verlusten. Für Privatanleger ist es einer der wichtigsten Grundsätze beim Wertpapierhandel. Dieser sollte niemals aus Gier über Bord geworfen werden. Dann macht die Börse auch Spaß!

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AktienNews24
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