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Ich habe über 15.000 € im aktuellen Börsencrash verloren: Warum ich trotzdem weiter investiere

Das Jahr 2022 ist am Aktienmarkt bis dato kein Leichtes. Wer schon länger investiert ist, bekommt es mit einer erneuten Korrekturbewegung zu tun, bei der noch kein Ende in Sicht ist. Wenn man erst in den vergangenen Jahren an die Börse gekommen ist (mit hoffentlich außergewöhnlichem Erfolg) dürfte man es nun erstmals mit den Tendenzen eines Bärenmarkts zu tun bekommen.

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Der Aktienmarkt korrigiert im Jahr 2022 heftig. Nicht wenige sprechen von einem Börsencrash, obgleich die Verluste der meisten Indizes noch in einem verträglichen Rahmen liegen.

Beispielsweise brach der Kurs des amerikanischen S&P 500 im laufenden Jahr um rund 18 % ein. Beim deutschen DAX waren es 14 %, während die US-amerikanische Nasdaq um 25 % korrigierte. Demgegenüber offenbart der MSCI World, als eine der beliebtesten Indizes für ETF-Investoren, wie sich die entwickelten Länder im Jahr 2022 geschlagen haben. Dieser verzeichnet aktuell ein Minus von knapp 10 %.

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Auch meinem Depot merkt man den aktuellen Börsencrash an. Im laufenden Jahr habe ich bereits über 15.000 Euro verloren bzw. als Buchverluste im Depot stehen. Dies bereitet mir jedoch zunächst einmal keine schlaflosen Nächte, vielmehr ist das kontinuierliche Investieren wichtiger denn je.

Die Gründe für den Börsencrash 2022

Doch warum gaben die Kurse der größten, breit gestreuten Indizes im Jahr 2022 überhaupt nach? Was sind die Gründe für den Börsencrash im laufenden Handelsjahr? Diese Frage muss man wohl zunächst beantworten, bevor man die eigenen Investments in Frage stellt.

Die aktuelle Korrektur lässt sich mit einer Vielzahl an Ereignissen begründen. Zunächst einmal entwickelten sich die Aktienkurse vieler Unternehmen nach dem Corona-Crash fulminant, die Bewertungen explodierten auf ein hohes Niveau. Zugleich beförderte die expansive Geldpolitik der Notenbanken die Inflation, durch den Ukraine-Krieg wurde die Teuerungsrate weiter in die Höhe getrieben.

Zugleich steht der Ukraine-Konflikt auch stellvertretend für geopolitische Risiken, die Anleger aktuell nicht mehr ignorieren wollen. Als Antwort auf die anhaltend hohe Inflation erhöhen die Notenbanken die Zinsen. Dies macht für einige Anleger das Investieren in Aktien weniger attraktiv, obgleich bei Berücksichtigung der Inflationsrate die Realzinsen niedriger denn je scheinen. 

Technologie-Aktien im Korrektur-Modus

Besonders stark abgestraft wurden im Börsenjahr 2022 die Technologie-Aktien. Zwar korrigierten auch einige Value-Plays wie zuletzt Walmart stark. Dennoch lag der Fokus beim Abverkauf auf wachsstumsstarken Unternehmen, die heute vielleicht noch keine Gewinne erwirtschaften oder möglicherweise das hohe Wachstum aus der Vergangenheit nicht halten können. So kommt es auch, dass ein Blick in mein Depot die Tatsache offenbart, dass insbesondere Technologie-Aktien für die deutlich fünfstelligen Verluste in 2022 verantwortlich sind. 

Die drei großen Verlierer in 2022

Eine ehrliche Analyse und Offenbarung ist meiner Ansicht nach die fundamentale Basis für eine langfristig überdurchschnittliche Rendite. Deshalb habe ich mir genau angeschaut, welche drei Aktien aus meinem Portfolio im Jahr 2022 überproportional schlecht abschnitten. 

1. Sea Limited

Allein im laufenden Jahr hat die Aktie Sea Limited (Aktie kaufen*, ISIN: US81141R1005) um 65 % ihres Werts eingebüßt. Das 52-Wochen-Hoch lag sogar bei 322 Euro. Damit haben die Anteilsscheine des asiatischen Technologie-Konzerns deutlich über drei Viertel ihres ursprünglich erreichten Werts wieder eingebüßt. Das abflachende Wachstum im wichtigen Gaming-Sektor war ein wichtiger Grund für die Korrektur. Darüber hinaus lag die schlechte Stimmung unter den Sea-Aktionären jedoch allgemein im Sentiment des Markets begründet.

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Auch meine Sea-Position befindet sich aktuell deutlich über 25 % im Minus. Dennoch halte ich weiter an dem Unternehmen fest. Denn mit der starken Marktmacht im südostasiatischen Wachstumsraum sowie dem Markteintritt in Südamerika könnte Sea die Zukunft gehören. Dem Unternehmen aus Singapur traue ich weiterhin mit den Zukunftssparten Gaming, E-Commerce und Fintech eine deutliche Steigerung zu. Kommt hier vielleicht sogar das zukünftige Amazon von Südostasien? 

2. Meta

Ende 2021 wurde Facebook in Meta (Aktie kaufen*, ISIN: US30303M1027) umbenannt. Im laufenden Jahr verlor die Meta Aktie rund 40 % ihres Werts. Anfang des Jahres vermeldete Meta erstmalig einen Nutzerrückgang in Social Media. Zugleich stiegen die Ausgaben im Metaverse-Segment von Facebook deutlich an, obgleich Gewinne aus diesem Bereich noch in ferner Zukunft liegen dürften.

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Die letzten Quartalszahlen offenbarten jedoch schon wieder eine Steigerung. Meta ist weiterhin ein Garant für Cashflow und für ein wachstumsstarkes Technologie-Unternehmen mittlerweile günstig bewertet. Zwar sitze ich dank frühem Einstieg bei Meta immer noch auf Buchgewinnen und könnte ohne Verluste meine Position veräußern. Doch ich glaube an eine kräftige Erholung der Meta-Aktie, die als führendes Unternehmen für Social Media alle Trümpfe in ihrer Hand hält. 

3. PayPal 

Die PayPal Aktie (Aktie kaufen*, ISIN: US70450Y1038) verlor im laufenden Jahr rund 60 % ihres Werts, womit sich die Auswirkungen auf mein Portfolio als beträchtlich darstellen. Schließlich gehörte die PayPal Aktie zuvor zu meinen Top 5 Investments. Da ich auch hier früh eingestiegen bin, ist das Minus sehr überschaubar. Insgesamt dürfte ich trotz Nachkäufe nicht mehr als 10 % im Minus liegen. Da dürfte es manch einem PayPal-Aktionäre deutlich schlechter gehen. Allerdings glaube ich weiterhin an das US-amerikanische Unternehmen, das im Jahr 2022 weitaus mehr als ein Payment-Anbieter ist.

Die sinkende Konsumbereitschaft und das schwächelnde Wachstum im E-Commerce dürften nur kurzfristige Belastungen sein. Im ersten Quartal 2022 übertraf PayPal schon wieder die Erwartungen der Analysten. Im laufenden Jahr möchte PayPal zweistellig wachsen, womit das aktuelle KGV von 20 nicht allzu teuer scheint. Bei PayPal bleibe ich dabei und gehe mittelfristig auch von einem höheren Wachstum dank vielfältiger Leistungen und Weiterentwicklungen aus. 

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Fundamentale Analyse als Basis für langfristige Investments

In einem schwierigen Marktumfeld ist es wichtiger denn je, die eigenen Investments fundamental zu analysieren. Anleger sollten keinen Aktien-Empfehlungen vertrauen, sondern sich ausnahmslos ein eigenes Bild vom Unternehmen, dessen Geschäftsmodell, der Branche, den Zukunftsplänen, der finanziellen Situation und dem Management machen. Eine individuelle Abwägung der Chancen und Risiken kann dann eine fundierte Investmententscheidung bedingen. 

Langfristig bleiben Aktien das Mittel der Wahl

Vermögensverwalter und Experten sind sich einig – langfristig bleiben Aktien das Mittel der Wahl. Retroperspektivisch ist der Aktienmarkt die Assetklasse mit der besten Rendite. Immobilien, Rohstoffe oder Anleihen können hier nicht mithalten. Im Kryptomarkt sind die Risiken noch zu groß, sodass sich dieser zweifelsfrei als Beimischung für das Portfolio eignet, jedoch nicht die Basis darstellen sollte.

Wer Vermögensaufbau effektiv betreiben möchte, sollte weiterhin größtenteils auf Aktien setzen. Dies war in der Vergangenheit der Fall und wird auch in unserer Welt von Morgen nicht anders aussehen. 

Antizyklisches Investieren als Chance auf eine überdurchschnittliche Rendite  

Antizyklische Strategien können in derartigen Marktphasen für langfristige Anleger eine spannende Wahl sein. Denn Growth- und Tech-Aktien sind zweifelsfrei wenig beliebt im Jahr 2022. Dennoch sind die langfristigen Aussichten intakt. Die Digitalisierung wird nicht wieder verschwinden, das Wachstum wird zurückkehren. Obgleich Pessimisten auch dieses Mal einen einzigartigen Crash prophezeien, zeigt uns ein Blick in die Vergangenheit, dass Crash- und Weltuntergangs-Propheten niemals Recht behalten (dürfen). 

Hat sich wirklich was an meinen Investments geändert?  

Zwar gibt es neue Feinjustierungen im Geschäftsmodell, kurzfristige Entwicklungen sind stets mit Unsicherheit behaftet. Doch langfristig hat sich an meinen Investments nichts geändert. Der Investmentcase ist intakt. Folglich gibt es auch keinen Grund, diese Aktien zu verkaufen, sondern einfach auf bessere Zeiten zu warten. 

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Kontinuierliches Investieren in den Aktienmarkt 

Die Gewinner werden in Krisen geboren. Zwar scheint es schwierig und riskant, in Bärenmärkten zu investieren oder bei Börsencrashes nachzukaufen. Schließlich weiß niemand von uns, ob die Kurse nicht vielleicht doch noch fallen. Doch die Vergangenheit lehrt uns, dass sich die Indizes immer wieder erholt haben. Die besten Unternehmen werden auch diesen Crash überstehen und schon bald deutlich höher notieren.

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Deshalb halte ich mich selbstverständlich auch im Jahr 2022 an meine Devise, dass das kontinuierliche Investieren in den Aktienmarkt die beste Wahl ist. Dafür analysiere ich fleißig Aktien fundamental, kaufe gezielt nach oder eröffne neue Positionen bei vielversprechenden Unternehmen, die zu Unrecht und zu stark abgestraft wurden.

Beispielsweise habe ich endlich einen Einstieg bei Amazon (Aktie kaufen*, ISIN: US0231351067) gefunden, die Airbnb Aktie (Aktie kaufen*, ISIN: US0090661010) gekauft und auch zwei deutsche Aktien sind in mein Depot gewandert: die führende europäische E-Commerce-Plattform Zalando (Aktie kaufen*, ISIN: DE000ZAL1111) und der zukunftsorientiert aufgestellte Industriekonzern Kion Group (Aktie kaufen*, ISIN: DE000KGX8881).

Daniel Robrecht
Daniel Robrecht
Nach meinem Rechtswissenschaften- und Management-Studium habe ich meinen Fokus auf die Finanzwelt gerichtet. Seitdem schreibe ich täglich für unterschiedliche Plattformen über Themen rund um Aktien, ETFs, Kryptos und Investieren.

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