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Hedging für Anfänger leicht erklärt (mit Beispiel)

Das Hedging eines Portfolios ist insbesondere bei erfahrenen Marktteilnehmern überaus beliebt. Doch im Bärenmarkt 2022 fragen sich auch immer mehr private Anleger, ob sie ihr Portfolio absichern sollten. Schließlich handelt es sich beim Hedging um eine Strategie zur gezielten Reduzierung von Risiken, die im Money Management angesiedelt ist. Daraus ergibt sich bereits, dass insbesondere Trader eine Hedging-Strategie anwenden, um ihr Kapital zu sichern.

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Was ist Hedging?

Beim Hedging handelt es sich am Kapitalmarkt um ein Sicherungsgeschäft. Anleger sichern sich somit für einen bestimmten Fall ab. Die eigentlich gewählte Strategie wird hier mit einer Gegenposition abgesichert, da sich die Marktteilnehmer nicht auf den Eintritt des eigentlich erwarteten Ereignisses verlassen wollen.

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Dabei stammt der Begriffe Hedge aus dem Englischen und lässt sich frei mit „Absichern“ übersetzen. Das Hedging ist Bestandteil eines adäquaten Risikomanagements. Zugleich lässt sich das Hedging mit verschiedenen Finanzinstrumenten umsetzen und auf unterschiedliche Assetklassen anwenden, obgleich dieser Ansatz insbesondere im Forex-Markt verbreitet ist.

Allerdings kostet ein Hedge immer auch Gebühren und schmälert somit die potenzielle Rendite. Diesbezüglich lässt sich das Hedging mit einer Versicherung vergleichen. Diese kostet im Alltag Geld, wenn beispielsweise kein für die Haftpflichtversicherung relevanter Schaden eintritt. Sofern es allerdings zu einem beträchtlichen Schaden kommt, springt die Versicherung ein, sodass die Verluste begrenzt sind.

Der Einsatz einer Hedging-Strategie führt in der Praxis nicht dazu, dass die Anleger stets Gewinne machen. Denn am Aktienmarkt muss es bei einem Nullsummenspiel immer Gewinner und Verlierer geben. Allerdings kann das konsequente Hedging dazu führen, dass maximale Verluste überschaubar bleiben – auf Kosten der potenziell erreichbaren Rendite.

Hedging umsetzen: So funktioniert es  

Für das Hedging existieren am Finanzmarkt verschiedene Instrumente.

Besonders bekannt und beliebt ist jedoch die direkte Hedge-Strategie, bei welcher eine Short- und eine Long-Position auf den gleichen Basiswert erworben werden. Sofern es dann zu einem Anstieg des Kurses kommt, wird die Long-Position wertvoller, während die Short-Position die Rendite mindert. Bei Kursverlusten können die Trader von einer wertvoller werdenden Short-Position profitieren, während die Long-Position an Wert verliert. Ggf. könnte man nun die Gewinne aus der Short-Position nutzen, um die Long-Position auszubauen, sofern der ursprüngliche Investmentcase intakt ist.

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Alternativ lässt sich ein Hedge auch mit dem Investieren in sichere Häfen wie Edelmetalle oder Staatsanleihen umsetzen, die regelmäßig negativ mit dem breiten Aktienmarkt korrelieren. Beispielsweise konnte Gold in den vergangenen sieben Rezessionen in den USA den S&P 500 um 50 % in nur zwei Jahren outperformen.

Beispiel für einen Hedge

Das Hedging mit sicheren Häfen ist leicht nachvollziehbar. Etwas komplexer ist schon die direkte Hedge-Strategie, bei welcher zwei Positionen des gleichen Basiswerts in unterschiedliche Richtungen eröffnet werden. Deshalb soll diese Vorgehensweise an einem Beispiel erläutert werden.

Ein großer institutioneller Fonds, der gewisse Kriterien hinsichtlich Draw-Down, Diversifikation und Volatilität erfüllen muss, entscheidet sich in der aktuellen Marktphase, Aktien von Sea Limited in seinen Asien Growth Fonds aufzunehmen. Die Sea Limited Aktie ist aktuell weit von ihrem Hoch entfernt. Dennoch traut der Fondsmanager dem Unternehmen eine weiterhin wachstumsstarke Entwicklung zu, die in den nächsten Jahren zugleich mit einer steigenden Profitabilität einhergeht. Dann könnte sich der Aktienkurs hervorragend entwickeln.

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Allerdings ist sich der Fondsmanager unsicher, ob es im aktuellen Bärenmarkt mit den zunehmenden makroökonomischen Belastungsfaktoren nicht noch eine weitere Korrektur gibt. Deshalb kauft er zeitgleich Short-Positionen auf die Sea Limited Aktie.

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Wenn der Aktienkurs nun steigt, wird die Short Position fortan die Gewinne schmälern. Sofern der Aktienkurs jedoch fällt, wird die Short Position die Verluste begrenzen, die durch die negative Performance bei der Long Position entstehen. Der Fonds kann nun zu einem geeigneten Zeitpunkt den Hedge auflösen, wenn sich die makroökonomische Entwicklung bessert und der Sea Limited Aktie beispielsweise eine erfolgreiche Trendwende gelingt.

Hedging Alternativen: So können Anleger ihr Risiko begrenzen

Das Hedging ist bei vielen Tradern und Fonds fester Bestandteil des Risikomanagements. Allerdings ist ein Hedge kein Allheilmittel. Vielmehr gibt es andere Weg, um das Risiko zu begrenzen – sowohl für kurzfristige Trader als auch langfristige Anleger.

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Stop-Loss-Order 

Eine beliebte Alternative zum Hedge wäre der Stop-Loss, mit welchem bei einem bestimmten Kurs automatisch eine Verkaufsorder am Markt platziert wird. Die Position kann nicht weiter in die Verluste laufen und wird geschlossen.

Dies bietet den Vorteil einer automatischen Ausführung, bei welcher die Position nicht weiter ins Minus laufen kann. Zugleich entstehen keine sonstigen Kosten, die beim Hedging für die Implementierung der Strategie anfallen. Darüber hinaus lässt sich ein Stop-Loss mit weiteren Orderarten ergänzen, um beispielsweise gegensätzlich auch die Gewinne zu sichern.

Demgegenüber wird der Stop-Loss stets ausgeführt, sodass Trader nicht mehr an der Trendwende partizipieren. Eine Garantie gibt es zudem nicht – insbesondere in volatilen Marktphasen oder einem Crash kann der Stop-Loss auch erst deutlich unter dem festgelegten Kursniveau gerissen werden. 

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Diversifikation

Ein adäquates Instrument im Risikomanagement ist die Diversifikation, die beispielsweise am Aktienmarkt über verschiedene Länder, Branchen und Unternehmen hinweg erfolgen sollte. Meist korrelieren nämlich diese Branchen nicht stark positiv miteinander, sodass im Börsencrash die Verluste abgeschwächt werden können. Im laufenden Jahr hätte zum Beispiel eine Diversifikation von Energie- und Technologie-Aktien dafür gesorgt, dass die Energie-Unternehmen den Draw-Down der Technologie-Aktien im Portfolio abgeschwächt hätten. 

Langfristiger Anlagehorizont

Sofern kurzfristig volatile Kursentwicklungen und deutliche Korrekturen einfach ausgesessen werden könnten, ist ein Hedge nicht zwingend erforderlich. Der langfristige Anlagenhorizont schützt in Verbindung mit einem steigenden Aktienmarkt am besten vor den typischen Risiken. Schließlich kennt die Entwicklung des Aktienmarkts historisch nur eine Richtung. 

Ist das Hedging sinnvoll?  

Die Marktteilnehmer setzen aus verschiedenen Gründen auf einen Hedge. Diese wollen beispielsweise die Volatilität aus ihrem Portfolio herausnehmen oder beim Handel mit Fremdkapital den sogenannten Margin-Call verhindern. Zugleich kann man das Gesamtrisiko reduzieren, wenn beispielsweise institutionelle Fonds gewisse Kriterien zur Risikoabsicherung erfüllen müssen.

Demgegenüber ist das Hedging wenig sinnvoll, wenn es um die private Geldanlage mit langfristigem Anlagehorizont geht. Dann sind andere risikosenkenden Strategien wie Diversifikation oder das Investieren in Tranchen am besten geeignet, um ein renditeorientiertes Portfolio aufzubauen. Denn andernfalls wird der Hedge über die Jahre hinweg kontinuierlich die Rendite schmälern. Kurzfristige Korrekturen können bei langfristigem Anlagehorizont einfach ausgesessen oder sogar zum Nachkaufen genutzt werden.

Daniel Robrecht
Daniel Robrecht
Nach meinem Rechtswissenschaften- und Management-Studium habe ich meinen Fokus auf die Finanzwelt gerichtet. Seitdem schreibe ich täglich für unterschiedliche Plattformen über Themen rund um Aktien, ETFs, Kryptos und Investieren.

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