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Die Dividendenstrategie – Das Für und Wider

Günstig kaufen und teuer wieder verkaufen – dies ist einer der Grundsätze der Aktienanlage. Manchmal kommt es jedoch weitaus weniger darauf an, für wie viel man eine Aktie verkaufen kann, als vielmehr wie viel Rendite man erzielt, während man sie hält. Die Dividendenstrategie ist eine beliebte Art, mit Aktien Geld zu verdienen. Doch lohnt sie sich wirklich?

Ein regelmäßiger Zuverdienst dank Dividende

Für viele Anleger gehört die Dividende fest zur Aktienanlage dazu. Tatsächlich bietet eine regelmäßige Dividende Anlegern eine Reihe von Vorteilen. Dividenden garantieren regelmäßige Einkünfte. Als Anleger ist man nicht darauf angewiesen, die eigenen Unternehmensanteile erst zu verkaufen, damit man eine Rendite erzielen kann. Stattdessen erhält man regelmäßig einen Zuverdienst.

Die ausgeschütteten Gewinne können dabei nach Belieben genutzt werden. Wer möchte, kann das Geld sofort reinvestieren. Auf diese Weise kann das eigene Vermögen im Laufe der Zeit zusätzlich vermehrt werden. Kauft man davon mehr Dividendenaktien, kommt man mit den Jahren in den Genuss eines Zinseszinseffektes. So eingesetzt, eignen sich Dividendenwerte durchaus auch als Teil eines langfristigen Vermögensaufbaus für das Alter.

Gleichzeitig können Dividenden jedoch auch dabei helfen, den eigenen Lebensunterhalt zu finanzieren. Selbstverständlich muss man hierfür bereits ein ausreichend großes Maß an Dividendenaktien angesammelt haben. Hat man das eigene Portfolio jedoch über Jahrzehnte aufgebaut, können Dividendenaktien im Ruhestand dabei helfen, so manchen Lebenstraum zu erfüllen, ohne an die eigenen Reserven gehen zu müssen.

Dividenden sind planbarer als Kurssteigerungen

Ein weiterer Vorteil der Dividendenstrategie ist, dass Gewinnausschüttungen meist deutlich planbarer sind als Kurssteigerungen. Wer in dividendenstarke Aktien investiert, tut dies meist nicht, mit dem Ziel, auf steigende Kurse zu setzen. Tatsächlich gehören viele der beliebtesten Dividendentitel nicht unbedingt zu den großen Kursraketen.

Allerdings verfügen diese Unternehmen meist über ein sehr solides wirtschaftliches Fundament. Dies trifft vor allem auf die beliebten Dividendenaristokraten zu. Damit sind Unternehmen gemeint, die ihre Dividende mehr als 25 Jahr in Folge gesteigert haben. Unternehmen wie Johnson & Johnson (ISIN: US4781601046) oder Coca-Cola (ISIN: US1912161007) haben sich auf ihren jeweiligen Märkten etabliert und können dank zuverlässiger Umsätze und Gewinne beständig ihre Aufwendungen an ihre Aktionäre erhöhen.

Da viele Dividendenaristokraten zudem in Branchen tätig sind, die weitaus weniger anfällig für Konjunkturzyklen und Krisen sind, können Anleger auch in wirtschaftlich turbulenten Jahren weiterhin zuverlässig mit ihren Dividenden rechnen. Aus diesem Grund werden viele dieser Aktien während einer Krise auch als zuverlässige Häfen für das eigene Kapital angesehen.

Dividenden ersparen Arbeit und Stress

Wie bereits erwähnt, setzt die Dividendenstrategie nicht darauf, Aktien günstig zu kaufen und anschließend wieder teuer zu verkaufen. Die konstante Suche nach günstigen Gelegenheiten sowie das bange Hoffen auf steigende Kurse entfällt damit weitestgehend. Damit eignet sich diese Art des Anlegens besonders für Menschen, denen der spekulative Aspekt der Aktienanlage zu mühevoll und stressig ist.

Anstatt andauernd in das eigene Depot schauen zu müssen, können sich Anleger auf wenige Daten im Jahr konzentrieren: Wenn die Höhe der nächsten Ausschüttungen angekündigt wird und wenn die Dividenden ausgezahlt werden.

Eine Dividendenstrategie erschwert die Diversifikation

Genug des Lobes. Es gibt nämlich auch durchaus Argumente gegen eine Dividendenstrategie. Eines davon hat mit der Diversifikation zu tun, oder besser gesagt, mit dem Mangel derselbigen. Wie bereits erwähnt finden sich die meisten besonders dividendenstarken Titel in den gleichen Branchen und Sektoren wieder: Konsum, Pharma, Energie, Versorger. Selbstverständlich gibt es Ausnahmen. Allerdings ist die Konzentration groß genug, um eine wirkungsvolle Diversifikation zu erschweren.

Gleichzeitig gibt es sehr viele wachstumsstarke und überaus profitable Unternehmen, die nicht dafür bekannt sind, großartig Dividenden an ihre Aktionäre auszuschütten. Amazon (ISIN: US0231351067) und Alphabet (ISIN: US02079K3059 / US02079K1079) zahlen beispielsweise keine Dividenden. Ein Blick auf die Kursentwicklungen dieser Aktien macht jedoch deutlich, dass Anleger mit diesen Papieren in den letzten Jahren dennoch recht gut gefahren sind.

Die Frage, ob sich nun Dividendenaktien eher lohnen als wachstumsstarke Kursraketen, lässt sich natürlich niemals mit Sicherheit beantworten. Vergangene Kursgewinne sind schließlich nicht unbedingt ein Indikator für zukünftige Gewinne.

Dividenden können nicht mit Kursverlusten verrechnet werden

Ein weiterer Nachteil ist, dass sich Dividenden nicht mit etwaigen Kursverlusten bei den eigenen Aktien verrechnen lassen. Erzielt man durch den Kursgewinn bestimmter Aktien einen Gewinn, ist es möglich, Verluste aus anderen Aktiengeschäften gegenzurechnen, um den steuerrelevanten Gewinn zu schmälern.

Dies funktioniert allerdings nur bei Kursgewinnen. Stammt der Hauptteil der eigenen Aktiengewinne hingegen aus Dividendenausschüttungen, können diese nicht mit Kursverlusten verrechnet werden. Hierdurch muss man unter Umständen selbst dann noch voll Steuern auf die Dividenden zahlen, obwohl man insgesamt betrachtet eher Verlust gemacht hat.

Dividenden sind niemals sicher

Zwar haben die Dividendenaristokraten seit Jahrzehnten unter Beweis gestellt, dass sie auch während Krisenzeiten weiter ihre Dividenden steigern. Insgesamt betrachtet handelt es sich dabei jedoch nur um einen kleinen Teil aller Dividendenaktien. Auf jeden zuverlässigen Dividendenausschütter kommen dutzende Unternehmen, die ihre Ausschüttungen in schweren Zeiten herunterfahren.

Wer das eigene Depot breiter aufstellen will und deshalb womöglich auch auf Aktien zurückgreift, deren Unternehmen eine weniger zuverlässige Dividendenhistorie aufweisen, läuft stets Gefahr, dass zumindest ein Teil der geplanten Einkünfte gelegentlich wegbricht.

Zu guter Letzt sollten Anleger bei besonders hohen Dividenden stets zweimal hinschauen. Nicht jede Ausschüttung lässt sich nämlich langfristig mit den Gewinnen des Unternehmens finanzieren. Bei besonders hohen Dividenden besteht deshalb stets die Gefahr, dass es hier über kurz oder lang zu einer empfindlichen Kürzung kommt.

Fazit

Es gibt sowohl Argumente für als auch solche Gegen eine Dividendenstrategie. Wer auf der Suche nach einer allgemeingültigen Antwort ist, dürfte leider nicht fündig werden. Zwar gibt es durchaus jeweils energische Verfechter als auch nicht minder eifrige Kritiker des Dividendenansatzes. Die Wahrheit liegt jedoch, wie so oft, irgendwo in der Mitte.

Wem die Vorzüge der Dividendenstrategie besonders zusagen, der sollte darüber nachdenken, ob dieser Ansatz nicht evtl. genau das Richtige für das eigene Portfolio ist. Anleger, denen die Nachteile jedoch ein zu großes Ärgernis sind, oder solche, die unbedingt auf hohe Kurssteigerungen aus sind, werden vermutlich mit einem anderen Anlageansatz glücklicher.

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