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Anleihen-ETF: Die perfekte Absicherung fürs Depot?

Für Privatanleger ist das Börsenjahr 2022 von einigen Herausforderungen geprägt. Die meisten Aktien befinden sich auf Jahressicht mitunter deutlich im Minus. Die hohe Inflation macht das Verwahren der Gelder auf einem Tagesgeldkonto zu keiner wirklichen Alternative.

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Schließlich übersteigt trotz steigender Zinsen die Inflation den Ertrag mitunter deutlich. Um das Depot abzusichern und auch in schwierigen Marktphasen Erträge zu generieren, sind immer mehr Anleger auf der Suche nach alternativen Investments. Hier kommt ein Anleihen-ETF ins Spiel.

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Doch kann ein Anleihen-ETF wirklich eine adäquate Absicherung fürs Depot bieten oder macht es keinen Sinn, Anleihen in ein aktienkonzentriertes Portfolio aufzunehmen? Sicherheit oder Rendite – ist das die entscheidende Frage oder sind Anleihen bei der Performance besser als ihr Ruf?

Sichere Erträge mit einem Anleihen-ETF

Die Anleihen-ETFs investieren vornehmlich in Anleihen. Dies bietet den Vorteil, dass Anleihen mit einer guten Bonität ein vergleichsweise sicheres Investment an der Börse sind. Zwar gibt es am Finanzmarkt keine hundertprozentige Sicherheit.

Verluste entstehen ausschließlich durch fallende Kurse, die jedoch nur selten und meist in einem geringen Ausmaß auftreten. Eine Volatilität, wie wir sie vom Aktienmarkt kennen, ist demgegenüber untypisch für die Anleihen-ETFs. Aktien weisen oftmals eine doppelt so hohe Volatilität und mehr auf.

Ausschüttende Anleihen-ETFs zahlen den Anlegern regelmäßig Erträge aus, die durch Zinseinnahmen der Anleihen generiert werden. In puncto Sicherheit dürften Anleihen deutlich weniger schwanken als Aktien und auch darüber hinaus stabile Erträge – wenn auch historisch weit unter der Assetklasse Aktien – bieten. Insbesondere Anleihen-ETFs weisen hier durch die breite Streuung über verschiedene Anleihen Vorteile auf.

Das Ende der Niedrigzinsen

Ein neuer Zinszyklus könnte anbrechen, indem die Notenbanken die Leitzinsen als Reaktion auf die Inflation weiter anheben. Die US-amerikanische Notenbank hat die Zinsen bereits auf 2,5 % angehoben – in der Europäischen Union hinken wir noch ein wenig hinterher. Doch weiter steigende Zinsen sind die wahrscheinliche Option. Die Zinswende macht Anleihen-ETFs attraktiver als in den vergangenen Jahren. Infolgedessen stiegen die Renditen der Anleihen-ETFs auf Höhen, die bereits ein Jahrzehnt zurückliegen.

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Bis 2023 rechnen die Experten für die USA mit einem Leitzinssatz von rund 4 %. Hier dürften sich die Zinsen vorerst einpendeln und auf hohem Niveau verharren, um dann bei Nachlassen der Inflation sukzessive wieder reduziert zu werden. Langfristig hohe Zinsen sind unwahrscheinlich. Zugleich übersteigt die Teuerungsrate die Inflation immer noch um ein Vielfaches, woraus sich eine negative Nettorendite ergibt.

Langfristiger Anlagehorizont: Dann voller Fokus auf Aktien

Wenn der Anlagehorizont jedoch langfristig ist und die Anleger bestenfalls mehr als ein Jahrzehnt ihre Aktien halten wollen, braucht es keiner alternativen Anleihen-ETFs, um das eigene Portfolio zu hedgen. Vielmehr sind die historischen Finanzmarktzyklen bereits Absicherung genug. Wer im Bärenmarkt die Füße still hält und die Buchverluste einfach aussitzen kann, wird beim Investieren in ETFs oder qualitative Einzelaktien langfristig belohnt.

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Dies gilt natürlich vornehmlich für Anleger, die keine steigenden Sicherheitsbedürfnisse haben. Wer sich tagein und tagaus unwohl mit seiner Geldanlage fühlt, sollte über eine Absicherung nachdenken.

Macht ein Anleihen-ETF als Absicherung Sinn?

Doch macht ein Anleihen-ETF überhaupt Sinn im Jahr 2022 und sollten dieser Bestandteil eines langfristigen Portfolios sein? Obgleich es sich um eine individuelle Fragestellung handelt, gibt es durchaus Argumente für beide Vorgehensweisen. 

Das spricht für einen Anleihen-ETF

Die Volatilität von Anleihen-ETFs ist historisch deutlich geringer als bei Aktien-ETFs. Dies ist insbesondere für Anleger relevant, die vielleicht in den nächsten Jahren Kapital aus ihrem Portfolio abziehen wollen und infolgedessen keinen Crash aussitzen können. In einem etwaigen Börsencrash könnten dann Anleihen verkauft werden, um frisches Kapital zu erhalten, ohne allzu große Buchverluste aus den Aktien-Investments realisieren zu müssen.

Zugleich sind Anleihen-ETFs ein Statement für mehr Sicherheitsgefühl. Wer sich mit einem risikoarmen Anteil des Portfolios besser fühlt, kann Anleihen-ETFs einstreuen.

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Kurzfristiger orientierte Anleger könnten ebenfalls Anleihen-ETFs handeln, um bei makroökonomischen Veränderungen eine kurzfristige Outperformance im Vergleich zum Aktienmarkt zu erzielen. 

Das spricht gegen einen Anleihen-ETF

Die historische Wertentwicklung von Anleihen-ETFs liegt unter dem Aktienmarkt. Zwar können steigende Zinsen aktuell die Rendite verbessern, während gleichzeitig der Aktienmarkt korrigiert. Allerdings gilt dies eher für kurzfristige Anleihen-ETFs, da nach einem endenden Bärenmarkt der Aktienmarkt die Assetklasse Anleihen wieder deutlich outperformen dürfte.   

Die besten Anleihen-ETFs

  1. iShares Core Euro Corp Bond UCITS ETF (ISIN: IE00B3F81R35)
  2. iShares Euro Ultrashort Bond UCITS ETF (ISIN: IE00BCRY6557)
  3. Invesco US Treasury Bond 7-10 Year UCITS ETF (ISIN: IE00BF2FN646)
  4. iShares Euro Corp Bond Large Cap UCITS ETF (ISIN: IE0032523478)
  5. Lyxor US-Dollar 10 Jahre Inflation Expectations UCITS ETF (ISIN: LU1390062831)

Die besten Anleihen-ETFs im Detail

iShares Core Euro Corp Bond UCITS ETF (ISIN: IE00B3F81R35)

Der iShares Core Euro Corp Bond ETF (ETF kaufen*) ist ein Anleihen-ETF mit dem Fokus auf Euro-notierte Anleihen. Während die Performance 2019 und 2020 positiv war, brach der Kurs im laufenden Jahr ein. Mit einer Fondsgröße von rund 7,5 Milliarden Euro handelt es sich um einen etablierten Anleihen-ETF.

iShares Euro Ultrashort Bond UCITS ETF (ISIN: IE00BCRY6557)

Der iShares Euro Ultrashort Bond UCITS ETF (ETF kaufen*) basiert auf festverzinslichen Unternehmensanleihen, die eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr haben und variablen Unternehmensanleihen mit maximal drei Jahren Laufzeit. In diesem Jahr hielt sich der Anleihen-ETF weitgehend stabil und konnte gegenüber breit gestreuten Aktien-ETFs eine Absicherung bieten.

Invesco US Treasury Bond 7-10 Year UCITS ETF (ISIN: IE00BF2FN646)

Der Invesco US Treasury Bond 7-10 Year UCITS ETF (ETF kaufen*) bietet Zugang zu US-amerikanischen Staatsanleihen, die im US-Dollar notieren. In den vergangenen vier Jahren gab es kontinuierlich positive Renditen. Die TER-Kostenquote ist mit 0,06 % verschwindend gering.

iShares Euro Corp Bond Large Cap UCITS ETF (ISIN: IE0032523478)

Mit dem iShares Euro Corp Bond Large Cap ETF (ETF kaufen*) können Anleger diversifiziert in Anleihen investieren, die von europäischen Unternehmen emittiert wurden. Dabei handelt es sich um die 40 größten in Euro denominierten Unternehmensanleihen mit Investmentgrade. Aktuell sind die größten Anleihen von Anheuser-Busch und Electricite de France SA.

Lyxor US-Dollar 10 Jahre Inflation Expectations UCITS ETF (ISIN: LU1390062831)

Der Lyxor US 10 Jahre Inflation Expectations ETF (ETF kaufen*) bildet die Performance einer Long-Position 10-jähriger US-Staatsanleihen mit Inflationsschutz sowie eine Short-Position in US-Staatsanleihen ab. Durch den Renditeunterschied zwischen beiden Anleihenarten kann man gemeinhin die Inflationserwartungen des Marktes messen. Mit diesem Ansatz konnte man im Jahr 2022 eine Rendite von fast 19 % erzielen, in den vergangenen fünf Jahren erzielte der Anleihen-ETF eine für dieses Segment überdurchschnittliche Performance von rund 7 % p.a.

Daniel Robrecht
Daniel Robrecht
Nach meinem Rechtswissenschaften- und Management-Studium habe ich meinen Fokus auf die Finanzwelt gerichtet. Seitdem schreibe ich täglich für unterschiedliche Plattformen über Themen rund um Aktien, ETFs, Kryptos und Investieren.

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