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Warum der Hype um Tech-Aktien böse ausgehen könnte

Tech-Aktien wie Amazon, Microsoft oder Shopify zählen zu den Überfliegern an der Börse. Deren Kurssteigerungen sind beeindruckend, wobei ein Ende des Aufwärtstrends unwahrscheinlich scheint. Mehr noch: Mit Blick auf die fortschreitende Digitalisierung unseres Alltags ist abzusehen, dass der Trend auch zukünftig in eine bestimmte Richtung gehen wird. Gleichzeitig drängt sich die Frage auf: Sind viele Tech-Titel nicht längst überhitzt? Stellen sie gar eine Gefahr für die Rendite zahlreicher Privatanleger dar?

Eines ist gewiss: Ebenso wie bei jedem Hype muss es Gewinner und Verlierer geben. Warum das auch bei den boomenden Tech-Aktien der Fall sein könnte, das erfährst du nachfolgend.

Der Hype und seine Emotionen – eine gefährliche Kombination

Ein Hype an der Börse entsteht, wenn sich überdurchschnittlich viele Anleger einig sind. So denken sie, dass sich ein bestimmter Wert, eine Region oder eine ganze Branche positiv entwickeln wird. Daher investieren sie begeistert – und blenden allzu gerne das damit einhergehende Risiko aus. Einer der Gründe hierfür ist FOMO oder die Angst, beim vermuteten Kursanstieg nicht dabei zu sein. Diese durch Fear Of Missing Out geschürte Gier lässt nicht nur Neulinge an der Börse kopflos agieren. Auch Profis lassen sich in solchen Fällen trotz langjähriger Erfahrung anstecken.

Tech-Aktien bilden hier keine Ausnahme. Ein drastisches Beispiel aus der Vergangenheit stellt das Platzen der .com-Blase dar. Die meisten Investoren wollten von den Chancen profitieren, den der Neue Markt ihnen scheinbar bot. Daher wurden immer mehr Geldbeträge auch in Unternehmen investiert, die bei einer neutralen Betrachtung definitiv kein Kapital erhalten hätten. Die Risiken waren eigentlich nicht zu übersehen. Jedoch ließ FOMO den emotionslosen Blick ab einem gewissen Punkt schlicht nicht mehr zu.

Da viele der Investoren von Gier getrieben waren, verzichteten sie auf eine breite Diversifikation ihres Portfolios. Spätestens in einem solchen Fall erinnert das Handelsparkett an ein Glücksspiel. Es ist jedoch kein Geheimnis: Die Gewinnchancen sind hierbei so ausgelegt, dass letztlich stets das Haus gewinnt. Nach dem Platzen der Dotcom-Blase waren die großen Verlierer die Privatanleger, die ihr Vermögen wahllos investierten. Teilweise verloren sie aufgrund der Gier sowie der fehlenden Diversifikation ihr gesamtes Kapital.

So dramatisch das auch klingt: Um einen Einzelfall handelt es sich nicht. Schließlich lassen sich Anleger immer wieder von Hypes anstecken, was regelmäßig böse endet.

So lernst du aus der Vergangenheit

An der Börse lässt sich nicht von der Vergangenheit auf die Zukunft schließen. Dennoch bedeutet das nicht, auf das Lernen aus ehemaligen Hypes zu verzichten. Dabei bietet sich ein Vergleich des Neuen Markts mit dem Tech-Aktien-Hype Anfang des 21. Jahrhunderts an. Gleichzeitig gibt es Unterschiede, die du als Anleger für deinen auch in Zukunft erfolgreichen Vermögensaufbau beachten solltest.

Um die Risiken und Chancen von Hypes vermeiden beziehungsweise nutzen zu können, solltest du einen ehrlichen Blick auf dein Depot werfen. Sind darin überdurchschnittlich viele Tech-Aktien enthalten? In diesem Fall kann es lohnen, in dich zu gehen und über eine breitere Streuung nachzudenken. Wenig korrelierende Branchen wie Lebensmittelhersteller, Immobilien-Holdings oder je nach persönlichem Geschmack auch Öl-Konzerne bieten sich hierfür an. Deren Angebote erfüllen wesentliche Bedürfnisse unserer Gesellschaft. Daher werden sie höchstwahrscheinlich auch in Zukunft relevant sein.

Aufgrund dieser Diversifikation wirst du selbst bei einem drastischen Rücksetzer von Tech-Titeln einigermaßen ruhig schlafen können. Zusätzlich handelt es sich bei den genannten Branchen-Beispielen um relativ solide Assets. Sie bewähren sich trotz Kursrückgängen seit vielen Dekaden, wobei der Bedarf vermutlich bestehen bleiben wird. Diese Streuung kann deine Rendite zwar schmälern, doch bietet sie dir dafür einen gewissen Schutz. Gleiches trifft auf belastbares Börsen-Wissen zu.

Wenn Unwissen und Gier böse enden

Tech-Unternehmen regen unsere Fantasie an. Wir fragen uns, wohin ihre und damit unsere Reise wohl noch gehen wird. Auch der Neue Markt war ein Zeitalter der Aufbruchsstimmung. Jeder Wert mit Bezug zum damals noch in den Kinderschuhen steckenden Internet schien die nächste Kurs-Rakete werden zu können. Dieses Fantasieren über bis dato schier unvorstellbares Potenzial hatte jedoch seine Tücken: Viele Privatanleger verstanden nicht, was das Unternehmen mit ihrem Kapital eigentlich tat. Das bedeutet: Sie konnten das Geschäftsmodell schlicht nicht nachvollziehen – wenn es eines gab.

Die fortschreitende Digitalisierung bringt uns technische Innovationen mittlerweile täglich näher. Zugleich investieren auch heute wieder Anleger in Tech-Aktien, die sie nicht verstehen. Ein für viele Privatanleger schmerzhaftes Beispiel der jüngeren Vergangenheit stellt der Wirecard-Betrugsskandal dar. Dieses deutsche Unternehmen wurde als Vorreiter in Sachen digitale Zahlungsmethoden gehandelt. Durch die Sozialen Medien wurde die Kauflust an diesem Titel trotz kritischer Stimmen stark befeuert. Irgendwann platzten jedoch die Hoffnungen. Es stellte sich heraus, dass die jahrelangen Vorwürfe am Unternehmen der Wahrheit entsprachen. Hätten Investoren dieses böse Ende vorhersehen können? Ja und nein. Klar ist jedoch: Zumindest wäre der Verlust für einige Börsianer weniger dramatisch gewesen, hätten sie auf Basics wie eine breite Diversifikation gesetzt.

Die Zukunft bleibt unvorhersehbar

Anfang des 21. Jahrhunderts ist Digitalisierung das Schlagwort der Stunde. Tech-Aktien scheinen dadurch ein No-Brainer zu sein. Zumindest sind von dieser Logik nicht wenige Börsianer überzeugt. Problematisch hierbei ist, dass das Handelsparkett nicht logisch ist. So könnte es trotz massiver Unternehmensgewinne eine Übersättigung an Tech-Werten geben. Ob dieses Szenario eintreten wird, kann jedoch nur die Zukunft zeigen. Halte dich daher an die wichtigsten Börsenregeln, damit ein mögliches Ende des Tech-Hypes für dich als Privatanleger nicht zum nächsten Neuen Markt wird.

Florian Schulze
Florian Schulze hat einen Abschluss in internationaler Politik und Wirtschaftspolitik und studiert derzeit Mathematik. Aktien sind seine Leidenschaft.

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