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Umicore Aktie erneut mit Verlusten: Kann das Joint Venture mit VW die Wende bringen?

Der belgische Metall- und Recyclingkonzern Umicore und die Volkswagen AG planen die Gründung eines Joint Ventures, mit dem Ziel, die europäischen Kapazitäten im Bereich der Batteriezellenproduktion deutlich auszubauen. Könnte sich hieraus langfristig eine neue Perspektive für den angeschlagenen Kurs der Umicore-Aktie (ISIN: BE0974320526) ergeben?

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Bei der nun angekündigten Partnerschaft würde es sich um die erste ihrer Art innerhalb Europas handeln. Im Rahmen des geplanten Joint Ventures wollen die beiden Partner zusammen mit dem Lithiumhersteller Vulcan Energy sowie dem US-amerikanischen Batterie-Start-up 24M die Großserienproduktion von Akkus für Elektrofahrzeuge ankurbeln.

Als Starttermin für den Produktionsbeginn wird das Jahr 2025 angepeilt. Die anfängliche Jahresproduktion soll für Volkswagens Werk in Salzgitter bei 20 GWh liegen. Bis zum Ende des Jahrzehnts plant man eine schrittweise Steigerung der Produktionskapazitäten bis zu einer Gesamtkapazität von 160 GWh. Dies würde ausreichen, um rund 2,2 Millionen Elektrofahrzeuge pro Jahr zu bauen.

Joint Venture als Starthilfe für Umicore?

Umicore könnte das nun geplante Joint Venture dabei helfen, selbst in deutlich größerem Umfang auf dem Wachstumsmarkt der Akkuzellenproduktion Fuß zu fassen. Die Partner betonen, dass das Projekt auch im Rahmen des europäischen Green Deals zu betrachten ist. Dementsprechend sei das langfristige Ziel der Aufbau einer umfassenden Wertschöpfungskette für Batterien innerhalb des europäischen Automobilmarktes. Das Joint Venture kann daher durchaus auch als Signal für einen weitergehenden Ausbau der Wertschöpfungskette durch andere Akteure innerhalb der Branche dienen.

Einer der möglichen Profiteure dieser Entwicklung könnte dabei durchaus Umicore sein. Die Belgier planen nämlich bereits jetzt, ihre eigenen produktionstechnischen und technologischen Möglichkeiten auch abseits der Partnerschaft mit VW weiter auszubauen. Ziel sei es dabei, auch für andere Kunden in der Region ein wichtiger Partner zu werden.

Entsprechend äußerte sich auch Umicore-CEO Mathias Miedreich. Dieser gab sich davon überzeugt, dass die „umfangreichen technologischen, innovativen und industriellen Know-hows“ von Umicore nachhaltig zum Erfolg des Joint Ventures beitragen könnten. Gleichzeitig werde Umicore durch die Zusammenarbeit zu einem Pionier mit umfassenden Wettbewerbsvorteilen vor anderen europäischen Konkurrenten.

Umicore rechnet mittlefristig mit niedrigerem Ergebnis

Während sich Umicore mit dem Joint Venture langfristig eine starke Perspektive eröffnen könnte, leidet das Unternehmen kurz- bis mittelfristig weiterhin unter den anhaltenden Lieferkettenproblemen. Für die beiden kommenden Jahre 2022 und 2023 erwartet Umicore aktuell ein geringeres Absatzvolumen im Bereich der Kathodenmaterialien, als der Konzern zuvor noch angenommen hatte. Für die nächsten zwei Jahre hatte man die Prognosen auf die Mindestabnahmeverpflichtungen der eigenen Kunden heruntergeschraubt.

Gleichzeitig werden dem Konzern aufgrund der geplanten Investitionen in Forschung und Produktionskapazitäten für die Plattformen der nächsten Generation in den kommenden Jahren zusätzliche Kosten ins Haus stehen. Für 2022 und 2023 rechnet Umicore daher im Bereich Rechargeable Battery Materials bereits mit einem schlechteren Ergbnis.

Umicore Aktie setzt Negativentwicklung weiter fort

Hatte der Kurs der Umicore-Aktie zu Beginn des Jahres noch von der sich erholenden Weltkonjunktur profitiert, machen die Lieferkettenprobleme und sinkenden Abnahmezahlen der Aktie nun schon seit geraumer Zeit zu schaffen. Nachdem die Umicore-Aktie Mitte August mit 60 Euro ihr Allzeithoch erreicht hatte, befindet sich der Aktienkurs in einem anhaltenden Abwärtstrend.

Mittlerweile ist der Kurs auf 41,63 Euro gesunken – ein Minus von über 30 Prozent. Die Verkündung der geplanten Partnerschaft mit VW hatte dazu geführt, dass sich der Aktienkurs kurzzeitig wieder erholen und bis auf über 45 Euro hatte steigen können. Dieser kurzen Erholung folgte am heutigen Handelstag jedoch erneut ein Kursabfall von 7,30 Prozent.

Umicore-Aktie Prognose: Wird die Umicore-Aktie wieder steigen?

Sollte das geplante Joint Venture ein Erfolg werden und es Umicore darüber hinaus gelingen, seine Marktstellung auch im Rahmen weiterer Partnerschaften auszubauen, könnte sich langfristig durchaus wieder ein größeres Steigerungspotenzial für die Umicore-Aktie ergeben.

Bis dahin, werden sich Umicore-Aktionäre aber womöglich noch in Geduld üben müssen. Kurz- bis mittelfristig sieht sich der Konzern nämlich mit höheren Kosten und rückläufigen Gewinnen konfrontiert. Den aktuellen Gewinnprognosen zufolge könnte der Konzern erst im Jahr 2024 wieder an das diesjährige Ergebnis Anschluss finden.

Für etwas Erleichterung könnte hier allenfalls das derzeit besonders stark performende Segment Cobalt & Specialty Materials sorgen. Sollten sich dessen aktuell außergewöhnliche Leistung jedoch in den beiden kommenden Jahren nicht weiter fortsetzen lassen, könnte die Umicore-Aktie durchaus noch weiter unter Druck geraten.

Bei den Analysten überwiegt derzeit eine abwartende Haltung, wobei sich die optimistischen und pessimistischen Bewertungen abseits der „Halten“-Empfehlungen die Waage halten. Nach den Kursverlusten der letzten Monate bewegt sich die Umicore-Aktie derzeit jedoch zumindest nicht mehr über dem durchschnittlichen Kursziel der Analysten.

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Florian Schulze
Florian Schulze
Florian Schulze hat einen Abschluss in internationaler Politik und Wirtschaftspolitik und studiert derzeit Mathematik. Aktien sind seine Leidenschaft.

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