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TER ETF: Diese Kennziffer solltest du beim ETF-Kauf im Blick behalten

Das Investieren in ETFs erfreute sich in den vergangenen Jahren wachsender Beliebtheit. Doch weltweit existieren mittlerweile über 8000 verschiedene ETFs, sodass die Anleger die Qual der Wahl haben. Zahlreiche Kriterien müssen berücksichtigt werden, damit Exchange Traded Funds und individuelle Anlagestrategie korrespondieren. Wenn es um die Kosten geht, werfen viele Anleger einen Blick auf die TER bei ETFs. Kann diese wirklich bei einem fundierten ETF-Vergleich helfen und welche Bedeutung hat die TER eigentlich?

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Übrigens wurde die Kennzahl im Jahr 1993 vom Finanzdienstleister Fitzrovia International entwickelt, um die Kosten bei der Geldanlage besser vergleichen zu können. In Deutschland ist es sogar vorgeschrieben, dass ein ETF die TER im Factsheet festhalten muss. 

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TER ETF Bedeutung: Was ist die Total Expense Ratio?  

Bei der sogenannten Total Expense Ratio (TER) oder Gesamtkostenquote handelt es sich um eine prozentuale Kennzahl, mit welcher die Exchange Traded Funds ihre jährlichen Kosten für die Anleger darstellen. Die TER besteht aus den meisten Kosten der ETFs, doch nicht alle Aspekte sind inkludiert. Vielmehr geht es nur um die Gebühren, die direkt dem Fondsvermögen entnommen werden, woraus ein hoher Einfluss auf die Performance des ETFs resultiert.

Mit der Total Expense Ratio erhalten die Anleger eine Kennzahl, um die Auswirkungen der Kosten auf die Rendite besser eruieren zu können.

Allerdings darf man nicht schlussfolgern, dass ein ETF mit niedriger TER immer besser abschneidet als ein ETF mit hoher TER. Denn auch die Tracking-Differenz ist entscheidend – ergo, inwieweit die ETF-Kursentwicklung von der Index-Performance abweicht. Zugleich gibt es nicht enthaltene Gebühren, die die Performance ebenfalls beeinflussen.

Die TER beim ETF wird immer als Prozentsatz für die jährlichen Kosten dargestellt.   

Erklärung: Welche Kosten sind im TER enthalten?

Doch welche Kosten sind eigentlich in der Total Expense Ratio enthalten? Grundsätzlich zählen hierzu alle Gebühren, die direkt im Zusammenhang mit den Positionen des ETFs stehen.

  • Gebühren für die Depotbank (aus Perspektive des ETF-Anbieters)
  • Administrative Gebühren (für rechtliche Beratung oder Wirtschaftsprüfung)
  • Lizenzgebühren (für Nutzung des Index)
  • Vertriebsgebühren (beispielsweise für die Erstellung der Dokumente)

Folglich handelt es sich um die jährlich laufenden Kosten eines ETFs, die direkt vom Fondsvermögen abgezogen werden. Allerdings sind nicht alle Gebühren inkludiert. Wer einen Blick auf die TER vom ETF wirft, muss wissen, dass noch weitere Kostenfaktoren die Rendite schmälern können. 

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Vorsicht: Diese Kosten sind nicht inkludiert 

Dies bezieht sich zunächst auf die Gebühren, die beim Kauf eines ETFs auf Seite des Anlegers anfallen, wie zum Beispiel die Gebühr für die Depotführung oder etwaige Orderkosten. Dazu kommen die folgenden Gebühren:

  • Wertpapierleihe
  • Transaktionskosten im ETF
  • Gebühren für Swaps

Wann bezahlen: Wie wird das TER verrechnet?  

Eine explizite Rechnung gibt es nicht, bei der ETF-Investoren die TER bezahlen müssen. Vielmehr erfolgt eine ständige Verrechnung der laufenden Gebühren mit dem ETF-Kurs. Folglich werden die inkludierten Kosten automatisch vom Fondsvermögen abgezogen, sodass direkte Auswirkungen auf den ETF-Kurs bestehen. 

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TER bei ETFs: Beispiele aus der Praxis  

Viele Anleger denken, dass die Unterschiede bei der TER beim ETF nur marginal sein könnten. Doch in der Praxis gibt es signifikante Unterschiede. Besonders teuer sind übrigens vergleichbare Produkte wie ein ETP, mit welchem man in Kryptos investiert. Beispielsweise schlägt der 21Shares Polkadot ETP mit 2,5 % TER zu Buche. Wenn man sich die Aktien-ETFs anschaut, reicht die TER von 0,05 % bis 1 %.

Niedrige TER bei ETFs

  • Invesco S&P 500 UCITS ETF: 0,05 %
  • Invesco MSCI USA UCITS ETF: 0,05 %
  • Amundi Prime UCITS ETF: 0,05 %

Hohe TER bei ETFs

  • Xtrackers S&P Select Frontier Swap ETF: 0,95 %
  • L&GE Fund MSCI China A UCITS ETF: 0,88 %
  • HANetf EMQQ Emerging Markets Internet & Ecommerce ETF: 0,86 %

TER Alternative: Die TCO berücksichtigen

Allerdings gibt es mit der TCO (Total Cost of Ownership) eine Alternative, um Gebühren bei ETFs zu vergleichen. Der Total Cost of Ownership umfasst alle internen ETF-Kosten, die eben bei der TER exkludiert sind. Dies können beispielsweise Ausgaben für die Umschichtung innerhalb eines ETFs sowie andere Handelsgebühren sein. Bei synthetischen ETFs steht die Swap-Gebühr im Vordergrund.

TER bei ETFs: Einfacher vergleichen!

Wer in ETFs investiert, sollte einen Blick auf die TER Kostenquote werfen. Zwar sind nicht alle Gebühren inkludiert, dennoch wird die TER immer transparent angegeben. Mit einer niedrigen TER kann man Kosten einsparen und von einer besseren Performance profitieren. Wenn verfügbar, ist die TCO das bessere Vergleichskriterium. Doch zweifelsfrei eignet sich die TER beim ETF der Wahl für einen ersten Eindruck, wenn darüber hinaus alle Aspekte mit der eigenen Anlagestrategie übereinstimmen.

Daniel Robrecht
Daniel Robrecht
Nach meinem Rechtswissenschaften- und Management-Studium habe ich meinen Fokus auf die Finanzwelt gerichtet. Seitdem schreibe ich täglich für unterschiedliche Plattformen über Themen rund um Aktien, ETFs, Kryptos und Investieren.

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