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Russland-Aktien: Bei Gazprom, Rosneft und Co. ist das Chaos perfekt

Bereits nach dem Einmarsch von Russland in die Ukraine war eins klar: russische Aktien bedürfen einer Neubewertung. Die Aktienkurse russischer Unternehmen brachen massiv ein. Die Moskauer Börse stoppte vorübergehend den Handel, um die Auswirkungen des Crashs zu reduzieren. Für ausländische Investoren waren die russischen Wertpapiere im Anschluss nur mit Schwierigkeiten überhaupt noch handelbar.

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Dennoch erholten sich einige Aktien in den letzten Wochen kräftig. Beispielsweise stieg der Aktienkurs von Gazprom im letzten Monat um rund 25 %.

Doch nun kehrte das Chaos bei den Russland-Aktien zurück. Wer noch russische Aktien hält, muss sich mit den neuen Gegebenheiten vertraut machen. Verwirrung macht sich breit – doch was muss man unbedingt über Russland-Aktien wissen? Der folgende Beitrag soll Licht ins Dunkle bringen.

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Komplexe Situation bei Russland-Aktien  

Ständig neue Regelungen, politischer Druck und Fake-News – all dies sorgt dafür, dass kaum ein Anleger noch weiß, was er mit seinen russischen Aktien anstellen kann. Die Situation wird bei Russland-Aktien zunehmend komplex. Im folgenden Abschnitt werfen wir einen Blick auf den Status quo und die verschiedenen News. 

Eingeschränkter Handel an der Moskauer-Börse  

Nach dem russischen Einmarsch kam es zu einem massiven Abverkauf der Wertpapiere russischer Unternehmen. Der Handel an der Börse in Moskau wurde zunächst ausgesetzt. Dann eröffnete das Moskauer Börsenparkett wieder, jedoch unter erheblichen Einschränkungen. Verkäufe von Aktien sind immer wieder nicht möglich. Unsicherheit ist weiterhin vorprogrammiert. Doch wirklich tangieren dürfte dies nur die wenigsten westlichen Anleger, die häufig ADRs oder GDRs kaufen. 

Neues Gesetz: ADRs/GDRs müssen in Aktien umgewandelt werden  

Zugleich verabschiedete das russische Parlament bereits im April ein Gesetz, das intentional den Handel mit russischen Wertpapieren wieder zurück in die Heimat holen wollte. Demnach verbot man Hinterlegungsscheine an ausländischen Börsen. Die heimischen Unternehmen wurden verpflichtet, die ADRs (American Depositary Receipts) oder GDRs (Global Depositary Receipts) zu delisten. Im Anschluss solle die Umwandlung in russische Aktien erfolgen. 

Ausnahmegenehmigungen für Unternehmen möglich

Zwar können Ausnahmegenehmigungen von den betroffenen Unternehmen beantragt werden, die die Verantwortlichen in Russland im Zuge einer Einzelfallprüfung bewilligen oder ablehnen. Dies macht es für Anleger jedoch nicht einfacher – während ein Unternehmen wie Nornickel eine Ausnahmegenehmigung erhielt, wurde diese beispielsweise bei Gazprom abgelehnt. Russland-Aktie ist somit nicht gleich Russland-Aktie, wenn man es aus der Perspektive deutscher Anleger betrachtet.

Gazprom-Aktie: Die letzte Börse sagt „Goodbye“

Gazprom (zur Prognose) hat keine Ausnahmegenehmigung bekommen. Am heutigen Dienstag wurde der Handel in London eingestellt. Fortan können die PJSC Gazprom Standard GDRs nicht mehr ge- oder verkauft werden. Die letzte Börse verabschiedet sich vom einstigen Liebling der Dividenden-Jäger. Gazprom wird aktuell nur noch an der Moskauer Börse in russischen Aktien gehandelt. 

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Enteignung bei BP & Rosneft  

Bei anderen Unternehmen war das Vorgehen noch drastischer. Die russische Regierung lässt kaum Zweifel übrig, dass man die Rosneft-Aktien, die sich im Eigentum von BP befinden, beschlagnahmen werde. Immerhin befanden sich fast 20 % der Anteile von Rosneft im Eigentum von BP. Westliche Unternehmen und Anleger ziehen sich gleichermaßen aus Russland zurück. Die dortige Wirtschaft ist isoliert, für die Politik gilt dies in noch stärkerem Ausmaß.

Russland-Aktien: Sicher ist hier gar nichts mehr  

Russland-Aktien bleiben ein hochriskantes Spiel für westliche Anleger. Immer wieder gibt es Neuerungen hinsichtlich des Handels mit den russischen Wertpapieren. Sicher scheint es keinesfalls, dass westliche Anleger dauerhaft Zugriff auf ihre russischen Aktien haben. An den westlichen Börsen ist es sowieso schon fast nicht mehr möglich, in russische Unternehmen zu investieren. Die Index-Anbieter haben längst die Reißlinie gezogen.

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Bis sich die politische Situation beruhigt, der Ukraine-Krieg endet und eine Annäherung zwischen Russland sowie dem Westen erfolgt, gehören Russland-Aktien nichts ins Depot.

Daniel Robrecht
Daniel Robrecht
Nach meinem Rechtswissenschaften- und Management-Studium habe ich meinen Fokus auf die Finanzwelt gerichtet. Seitdem schreibe ich täglich für unterschiedliche Plattformen über Themen rund um Aktien, ETFs, Kryptos und Investieren.

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