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Mischfonds für Anfänger leicht erklärt (mit Beispiel)

In den vergangenen Jahren boomten ETFs als passives Investmentvehikel, das privaten Anlegern einen einfachen und kostengünstigen Zugang zum Finanzmarkt ermöglicht. Trotz signifikanter Vorteile, insbesondere im Hinblick auf die günstigen Gebühren, gibt es natürlich auch andere Anlageinstrumente, die von Vermögensverwaltern, Banken und Co. emittiert werden.

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Auch Mischfonds wurden immer beliebter und übertrafen beim Kapitalzufluss mitunter deutlich die herkömmlichen Renten- sowie Immobilienfonds. Lediglich den Aktienfonds mussten Mischfonds in den vergangenen Jahren weiterhin den Vortritt lassen. Doch was sind Mischfonds eigentlich und sind diese sinnvoll?

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Was sind Mischfonds?

Bereits per Definition investieren die Mischfonds nicht in eine einzige Anlageklasse. Vielmehr müssen mindestens zwei verschiedene Assetklassen von diesem Fonds abgebildet werden – möglich sind auch weitere Anlageklassen. Beliebt sind in der Praxis beispielsweise Kombinationen aus Aktien und Anleihen, um gleichzeitig in den Aktien- und Rentenmarkt zu investieren.

Weitere Assetklassen, die grundsätzlich in einen Mischfonds aufgenommen werden können, sind Währungen, Immobilien, Rohstoffe oder Edelmetalle. Zwar bieten Vermögensverwalter kaum Produkte mit Kryptowährungen an. In Zukunft könnten sich Mischfonds jedoch auch immer häufiger mit Assets aus dem digitalen Währungsmarkt zusammensetzen.

Eine andere Bezeichnung für Mischfonds ist der Name „Multi-Asset-Fonds“. Dieser zeigt bereits, dass es sich um verschiedene Assetklassen handelt, die im Mischfonds abgebildet werden. 

Mischfonds Beispiel: So könnte ein Mischfonds investieren 

Anleger A möchte bei seiner Bank einen Fonds erwerben. Da er seine Anlagestrategie möglichst simpel halten und dennoch diversifizieren möchte, hat er sich für einen Mischfonds entschieden. Mit einem jungen Alter von 30 Jahren hat Anleger A noch ausreichend Zeit, das Geld am Markt für sich arbeiten zu lassen. Folglich entscheidet er sich für eine offensive Herangehensweise und einen festen Mischfonds, da er nicht fortlaufend dem Handeln des Fondsmanagers ausgeliefert werden sein möchte.

Der auserwählte Mischfonds investiert somit zu 70 % in Aktien, zu 15 % in Anleihen und 15 % in Edelmetalle. Damit findet Anleger A eine für sich verträgliche Asset Allocation. An dieser anfänglichen Aufteilung wird sich beim Mischfonds der Wahl nichts mehr ändern.

Die verschiedenen Arten von Mischfonds

Mischfonds ist nicht gleich Mischfonds – vielmehr gibt es unterschiedliche Varianten, die sich grundsätzlich in feste und flexible Produkte unterscheiden lassen.

Ein fester Mischfonds setzt auf eine Allokation der einzelnen Assetklassen, die von Beginn an fix festgelegt wird. Demgegenüber können flexible Mischfonds ständig die Allokation ändern. Je nach Marktlage schichten die Fondsmanager aktiv die einzelnen Assetklassen um, sodass beispielsweise in einer Rezession Edelmetalle oder Anleihen temporär höher gewichtet werden können.

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Zugleich gibt es defensive, offensive oder ausgewogene Aufteilungen der einzelnen Assetklassen. Bei einer offensiven Herangehensweise werden Renditechancen und Risiko des Portfolios erhöht, da Risiko und Rendite unweigerlich miteinander zusammenhängen. Demgegenüber legen defensive Produkte den Fokus auf Sicherheit und Stabilität. Die ausgewogenen Mischfonds wählen einen Mittelweg. 

Mischfonds & ihre Performance 

Pauschale Aussagen zur Performance von Mischfonds sind kaum möglich. Schließlich ist die Vielfalt enorm. Die Gewichtung der einzelnen Assetklassen unterscheidet sich erheblich. Zugleich können auch ganz verschiedene Anlageklassen vertreten sein – beispielsweise im Mischfonds A Immobilien und Anleihen sowie in Mischfonds B Aktien und Rohstoffe. Natürlich lässt sich somit keine valide Aussage zur Performance von Mischfonds im Allgemeinen geben.

Nichtsdestotrotz gibt es Anhaltspunkte, dass die Mischfonds regelmäßig die Benchmark (den Vergleichsindex) underperformen. Insbesondere die hohen Kosten zollen hier ihren Tribut. Wer in einen Mischfonds investiert, sollte zweifelsfrei die historische Performance kontrollieren und hier auf eine Darstellung der Nettorendite achten, die bereits die oftmals erheblichen Kosten berücksichtigt.

Multi-Asset-Fonds: Gigantische Auswahl an Produkten  

Ein Vorteil der sogenannten Multi-Asset-Fonds ist die enorme Auswahl. Denn ebenso wie ETFs kamen in den vergangenen Jahren unzählige Mischfonds auf den Markt. Die Auswahl wird von den Ausgebern kontinuierlich erweitert. Die Bandbreite an Assetklassen von Aktien und Anleihen über Immobilien und Devisen bis hin zu Rohstoffen und Edelmetallen macht bei Berücksichtigung der individuellen Risikoaffinität eine differente Zusammenstellung einzelner Mischfonds möglich. Während Auswahl zweifelsfrei ein Vorteil für Investoren ist, sollte diese nicht überfordern. Denn nicht immer sind möglichst komplex zusammengestellte Fonds die bessere Wahl.

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Automatische Diversifikation über Assetklassen

Der wohl entscheidende Vorteil gegenüber den hierzulande noch beliebteren Aktienfonds ist die automatische Diversifikation. Zwar sind Aktien die Anlageklasse mit der historisch besten Rendite. Dennoch reduziert eine Diversifikation über verschiedene Assetklassen hinweg die Volatilität im eigenen Portfolio. Wer dieses Ziel verfolgt, sollte über eine Beimischung von Anleihen, Rohstoffen, Edelmetallen oder Währungen nachdenken. Sofern jedoch Volatilität ob des langfristigen Anlagehorizonts kein Problem darstellt, spricht nichts gegen eine Übergewichtung von Aktien.

Ein Mischfonds ist jedoch die Lösung, wenn man mit einer simplen Anlagestrategie ohne umfassendes Vorwissen nur ein einziges Produkt haben und dennoch nicht auf die Diversifikation verzichten möchte. 

Hohe Kosten bei Mischfonds: Gebühren sorgfältig vergleichen  

Bei einem Mischfonds sollten Investoren die verschiedenen Kostenfaktoren prüfen – maßgeblich sind der Ausgabeaufschlag, Verwaltungsgebühren und Performance-Kosten. All diese wirken sich auf die Rendite aus. Zu hohe Kosten schmälern die Performance, die letztendlich beim Anleger ankommt.

Der Ausgabeaufschlag liegt bei vielen Mischfonds bei 3-6 %. Meist sind die Fonds teurer, die mehr Aktien enthalten. Im Vergleich zu passiven ETFs ist der Ausgabeaufschlag ein maßgeblicher Unterschied, da die Mischfonds bei durchschnittlicher Rendite vornehmlich erst ein Jahr benötigen, um überhaupt wieder den Break-Even-Point zu erreichen.

Verwaltungsgebühren werden überwiegend mit 1-2,5 % pro Jahr in Rechnung gestellt, während die Performance-Gebühr stark variiert. Größtenteils fallen derartige Kosten nur an, wenn die vorher als Ziel definierte Benchmark erreicht wurde.

Mischfonds oder ETFs: Darum bleiben Exchange Traded Funds die bessere Wahl

Bei einem Vergleich von aktiven Mischfonds mit passiven ETFs fallen unmittelbar einige Unterschiede auf. Mischfonds weisen höhere Kosten auf und sind häufig intransparenter. Für einen Anfänger am Aktienmarkt ist ein Kauf von ETFs meist nachvollziehbarer. Zugleich lassen sich mit einer Zusammenstellung von mehreren ETFs oder ETCs auch diversifizierte Portfolios erstellen, die den Mischfonds in dieser Hinsicht um nichts nachstehen. Da auch die Performance bei den meisten Mischfonds hinter den passiven Produkten zurückbleibt, spricht nur wenig für das Investieren in Multi-Asset-Fonds anstelle passiver ETFs.

Daniel Robrecht
Daniel Robrecht
Nach meinem Rechtswissenschaften- und Management-Studium habe ich meinen Fokus auf die Finanzwelt gerichtet. Seitdem schreibe ich täglich für unterschiedliche Plattformen über Themen rund um Aktien, ETFs, Kryptos und Investieren.

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