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Ethereum-Gründer macht sich große Sorgen um Krypto-Zukunft

Vitalik Buterin – das ist der Mann hinter der führenden Blockchain für Smart Contracts Ethereum. Mittlerweile ist die Kryptowährung Ether (ETH) die zweitwertvollste Kryptowährung der Welt. Obgleich es wieder bullische Tendenzen im Kryptomarkt gibt und in den vergangenen Wochen die Käufer bei einigen digitalen Währungen zurückkehrten, dominiert bei Vitalik Buterin aktuell die Skepsis.

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Denn der Ethereum-Gründer macht sich Sorgen um die Zukunft der Kryptowährungen. In einem 80-minütigen Interview mit dem TIME Magazine in seinem Hotelzimmer gab Vitalik Buterin nun Einblicke in seine Gedanken rund um die Zukunft der digitalen Coins.

Gefahren bei falscher Implementierung

Zweifelsfrei steht Vitalik Buterin, in Kanada geboren und mit russischen Vorfahren, immer noch hinter dem Konzept der Kryptowährungen und der Blockchain-Technologie. Dennoch verweist er eindringlich auf Gefahren, die aus den Kryptos resultieren, wenn die Implementierung fehlerhaft verläuft. Dann würden nur wenige Menschen von dem Hype um Kryptos profitieren, die Umweltverschmutzung steigen und Geldwäsche begünstigt werden.

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Dazu kommen unzählige Scams, mit denen Privatanleger teilweise erhebliche Verluste erleiden. Aktuell gibt es wohl keine geringe Anzahl an Menschen, die ausschließlich Yachten und Lamborghinis durch ihren Krypto-Reichtum finanzieren. Hier geht es nur um das schnelle Geld. Vitalik Buterin ist da anders – er möchte die Welt mit den Potenzialen der Kryptos verändern. 

Ethereum im Mittelpunkt einer gesellschaftlichen Weiterentwicklung  

Buterin hofft, dass Ethereum zum „Launchpad for all sorts of sociopolitical experimentation“ wird. Faire Wahlsysteme, effiziente Städteplanung, ein bedingungsloses Grundeinkommen oder sonstige soziale Projekte könnten über das Ethereum-Netzwerk laufen. Zweifelsfrei hat Ethereum disruptives und auch transformatives Potential. Leider birgt dies jedoch auch Gefahren.

Denn menschliche Gier gibt es auch im Kryptomarkt en masse. Da Buterin jedoch auch starker Befürworter eines dezentralen Netzwerks ist, wird es nicht in seiner Hand liegen, wie sich Ethereum in Zukunft entwickelt. Allerdings versucht der Gründer durch derartige Interviews, Blog-Posts oder auch Twitter-Beiträgen die Zukunft zu beeinflussen. Ob dies gelingt, wird sich zeigen.

Bringt der Ukraine-Krieg Kryptos back to the roots?

Mit Wurzeln in Russland und der Ukraine geht Vitalik Buterin augenscheinlich der Krieg in der Ukraine nahe. Buterin nimmt auf Twitter kein Blatt vor den Mund und positioniert sich klar gegen den russischen Präsidenten Putin. Bereits in den ersten Tagen nach dem russischen Einmarsch gab es beträchtliche Spenden in Kryptowährungen. Der Ukraine-Krieg könnte aufzeigen, was Kryptowährungen eigentlich bewirken wollten – eine spürbare Veränderung in der Welt, anstatt mit bunten Bildchen und Millionensummen zu spekulieren.

Mehr Risiko und weniger Neutralität

Vitalik Buterin verweist im Interview auf einen Vorsatz für das neue Kalenderjahr. Denn im Jahr 2022 wolle er mehr riskieren und weniger neutral bei Ethereum sein. Denn Ethereum solle sich verändern und für etwas Bedeutsames stehen.

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Schließlich hat Buterin seit über einem Jahrzehnt große Ambitionen. Nach der Finanzkrise im Jahr 2008 lernte Vitalik Buterin 2011 erstmals den Bitcoin kennen. Kurze Zeit später schrieb er über eine globale Währung, die nicht von den Institutionen kontrolliert wird. Damals bekam er für seine Artikel bei Bitcoin Weekly fünf Bitcoins, ungefähr vier US-Dollar. Heute wären diese Bitcoins über 200.000 US-Dollar wert.

NFTs: eine Kombination aus Sorge und Interesse  

Im letzten Jahr boomten die Non-fungible Token. Doch Vitalik Buterin sah diese Entwicklung nicht voraus, obgleich das Ethereum-Netzwerk primär zu den Nutznießern des Hypes gehört. Das NFT-Trading-Volumen bei OpenSea betrug im Januar über fünf Milliarden US-Dollar. Trotz aller Chancen und Neugier bleibt die Sorge vorhanden, dass sich ein NFT eben nicht technisch durchsetzt.

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Ethereum wird sich weiterentwickeln

Doch Vitalik Buterin wäre nicht Vitalik Buterin, wenn er nun den Kopf in den Sand stecken würde. Das Ethereum-Netzwerk muss sich weiter entwickeln, um den eigenen Ansprüchen zu genügen und die hohen Ambitionen zu realisieren. Andernfalls drohe die Gefahr, dass Finanzderivate und Spekulationen die wirklich sinnvollen Veränderungen durch das Ethereum-Netzwerk verdrängen würden.

Buterin versteht, warum einige Projekte andere Blockchains bevorzugen und Ethereum den Rücken zukehren. Bedeutende technische Updates sollen das Ethereum-Netzwerk wieder zeitgemäß weiterentwickeln und die Zukunft prägen. Man darf gespannt sein, wie sich Buterins Einschätzung und das Ethereum-Netzwerk verändern. Inspirierend ist der Krypto-Experte schlechthin allemal.

Daniel Robrecht
Daniel Robrecht
Nach meinem Rechtswissenschaften- und Management-Studium habe ich meinen Fokus auf die Finanzwelt gerichtet. Seitdem schreibe ich täglich für unterschiedliche Plattformen über Themen rund um Aktien, ETFs, Kryptos und Investieren.

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