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Aktienbewertung: So erkennst du, wie viel eine Aktie wirklich wert ist

Wer mit Aktien eine hohe Rendite erzielen möchte, sollte am besten solche Aktien kaufen, deren Kurs in Zukunft auch steigen wird. Um zu erkennen, welches Potenzial in einer Aktie steckt, sollte man in der Lage sein, diese richtig bewerten zu können. Hierfür sind eine Reihe von Kennzahlen wichtig.

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Grundsätzlich gibt es verschiedene Ansätze, wie man eine Aktie und deren Kursentwicklung analysieren kann. In diesem Artikel wollen wir uns jedoch ausschließlich auf die grundlegenden Kennzahlen und ihre Bedeutung für die Aktienbewertung konzentrieren.

Die wichtigsten Kennzahlen im Überblick

Um sich ein besseres Bild davon zu machen, wie viel eine Aktie tatsächlich wert ist und wie sich das dahinterstehende Unternehmen entwickelt, sollte man eine Reihe von grundlegenden Kennzahlen kennen.

Umsatz

Der Umsatz gibt an, wie viel ein Unternehmen im Quartal bzw. Über das gesamte Jahr hinweg einnimmt. Es geht dabei ausschließlich um die Einnahmen. Die Kostenseite wird hierbei komplett ignoriert. Dementsprechend sagt der Umsatz auch nichts über die tatsächliche Profitabilität eines Unternehmens aus. Er ist jedoch ein wichtiger Indikator für die Größe des Unternehmens.

Darüber hinaus lässt sich anhand des Umsatzwachstums ablesen, ob ein Unternehmen gerade wächst oder eher schrumpft. Dies ist besonders bei Wachstumsunternehmen von Bedeutung. Oftmals erzielen diese noch keine Gewinne, sondern konzentrieren sich in erster Linie darauf, ihren Umsatz zu steigern und das Fundament für ihre spätere Profitabilität zu legen.

Gewinn

Der Gewinn gibt an, wie viel ein Unternehmen tatsächlich abzüglich seiner Kosten verdient. Nur Unternehmen, die mehr einnehmen als ausgeben, arbeiten auch wirklich profitabel. Allerdings muss beim Gewinn zwischen verschiedenen Begriffen unterschieden werden. Von Bedeutung sind hierbei EBITDA , EBIT und Jahresüberschuss.

EBITDA

EBITDA beschreibt den operativen Cashflow vor Steuern. EBITDA ist dabei die Abkürzung für Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization. Vereinfacht gesagt handelt es sich dabei also um den Umsatz abzüglich der Produktionskosten. Diverse Kostenfaktoren wie Schulden, Abschreibungen und Steuern werden hier noch nicht berücksichtigt. Ist das EBITDA eines Unternehmens jedoch positiv, bedeutet dies, dass zumindest die Herstellung und der Verkauf der eigenen Produkte oder Dienstleistungen profitabel abläuft.

EBIT

Beim EBIT (Earnings Bevore Interest and Taxes) werden nun nicht nur die Produktionskosten, sondern auch wertmindernde Abschreibungen mit einberechnet. Durch die Nutzung verlieren die Anschaffungen eines Unternehmens im Laufe der Zeit an Wert, wodurch sich das Betriebsvermögen verringert. Beim EBIT wird dieser Wertverlust berücksichtigt. Man spricht in diesem Zusammenhang auch vom operativen Ergebnis

Quartalsüberschuss / Jahresüberschuss

Zu guter Letzt müssen noch Zinsen auf Kredite sowie die Steuern auf den Gewinn abgezogen werden. Was nun übrig bleibt, ist der tatsächliche Profit eines Unternehmens. Es handelt sich hierbei um den Quartals- bzw. Jahresüberschuss.

Gewinnwachstum

Das Gewinnwachstum gibt an, wie stark ein Unternehmen seinen Gewinn im Laufe der Zeit steigert. Ein hohes Gewinnwachstum in der Vergangenheit muss nicht zwangsläufig bedeuten, dass die Gewinne auch in Zukunft weiter steigen werden. Jedoch ist es durchaus ein Indikator, dass sich das Unternehmen auf einem guten Weg befindet.

Besonders interessant sind dabei stets die Prognosen großer Analysten hinsichtlich dem zukünftigen Gewinnwachstum. Werden steigende Gewinne prognostiziert, kann dies ein Indikator für einen steigenden Aktienkurs sein. An der Börse wird schließlich in erster Linie die Zukunft und nicht die Vergangenheit gehandelt.

Gleichzeitig bedeutet ein schrumpfender Gewinn nicht zwangsläufig, dass sich das Unternehmen auf einem schlechten Weg befindet. Entscheidend ist hierbei immer, weshalb Gewinne steigen oder sinken. Verkauft ein Unternehmen beispielsweise ein Unternehmenssegment, können die daraus entstehenden Erlöse den Gewinn temporär steigern. Gleichzeitig können gesteigerte Investitionen in Entwicklung und Produktion gewinnmindernd wirken, langfristig aber positiv sein.

Umsatz und Gewinn in Verhältnis zum Kurs

Zwar lassen Kennzahlen wie Umsatz und Gewinn für sich genommen bereits Rückschlüsse auf die Situation eines Aktienunternehmens zu. Um sich jedoch einen besseren Überblick darüber zu verschaffen, inwieweit der entsprechende Aktienkurs berechtigt ist, muss man diese noch in Relation zu selbigem setzen.

Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV)

Das KGV ist eine der meistbeachteten Kennzahlen für die Aktienbewertung überhaupt. Mit ihm setzt man den Aktienkurs in das Verhältnis zum Gewinn pro Aktie. Es lässt sich dabei sehr einfach ermitteln.

Liegt der Kurs einer Aktie beispielsweise bei 200 Euro und der Gewinn pro Aktie bei 10 Euro, beläuft sich das KGV auf 20. Das bedeutet, dass man als Anleger für jede Aktie des Unternehmens, welche man kauft, das Zwanzigfache des Gewinns zahlt.

Grundsätzlich gilt: Je höher das KGV, desto teurer ist die Aktie bewertet.

Aktien mit einem hohen KGV sind also vergleichsweise teuer, während Papiere mit einem niedrigen KGV eher günstig sind. Eine Faustregel besagt, dass Aktien mit einem KGV von unter 12 preiswert sind. Liegt das KGV hingegen bei über 20, ist die Aktie eher teuer bewertet. Alles dazwischen entspricht einer durchschnittlichen Bewertung.

Grundsätzlich ist man als Anleger natürlich bestrebt, möglichst günstig in eine Aktie einzusteigen. Ein niedriges KGV kann auf eine unterbewertete Aktie hindeuten, die in Zukunft steigen wird. Ein hohes KGV kann im Gegenzug ein Hinweis auf eine überteuerte Aktie sein, deren Kurs womöglich stagnieren oder gar fallen könnte.

Für sich genommen ist die Aussagekraft des KGVs jedoch begrenzt. Wichtig ist hierbei nämlich immer auch, in welche Richtung sich ein Unternehmen entwickelt und wie das Marktumfeld gerade ist. Sprudeln die Gewinne z. B. aktuell noch, aber die Aussichten für die kommenden Jahre sind negativ, könnte der Kurs der Aktie entsprechend bereits in Erwartung sinkender Gewinne gefallen sein. In diesem Fall wäre ein niedriges KGV eher als Warnung zu verstehen.

Gleichzeitig muss ein hohes KGV nicht immer unbedingt schlecht sein. Besonders die Aktien wachstumsstarker Tech-Konzerne weisen oft ein hohes KGV auf. Dennoch sind deren Kurse in den letzten Jahren immer weiter gestiegen.

Die Bedeutung des Eigenkapitals

Um zu wirtschaften, benötigt jedes Unternehmen ausreichend Kapital. Dabei wird zwischen Eigenkapital und Fremdkapital unterschieden. Eine genaue Abgrenzung zwischen diesen beiden Positionen ist dabei nicht immer leicht. Manche Positionen in der Bilanz weisen sowohl einen Fremd- als auch einen Eigenkapitalcharakter auf.

Grob vereinfacht umfasst das Eigenkapital alles Kapital eines Unternehmens, welches nicht zurückgezahlt werden muss. Fremdkapital muss hingegen zurückgezahlt werden ( z. B. Kredite). Je größer das Eigenkapital eines Unternehmens ist, auf desto stabilerem finanziellen Fundament steht es.

Für Anleger leiten sich hieraus zwei wichtige Kennzahlen ab: Die Eigenkapitalquote (EKQ) und die Eigenkapitalrendite (EKR).

Eigenkapitalquote

Um die Eigenkapitalquote zu ermitteln, wird einfach das bilanzielle Eigenkapital durch das Gesamtkapital dividiert. Ein Unternehmen, das eine Eigenkapitalquote von 100 % oder nahe 100 % aufweist, hat keine oder so gut wie keine Schulden. Aus finanzieller Sicht ist es damit sehr stabil und krisensicher aufgestellt.

In der Realität weisen jedoch die wenigsten Unternehmen eine solche Eigenkapitalquote auf. Es ist nämlich oft sinnvoll, günstige Kredite zum Zwecke von Investitionen aufzunehmen. Ein gewisser Anteil an Fremdkapital ist daher meist wünschenswert. Ist die EKQ hingegen sehr niedrig, ist das Unternehmen fast gänzlich auf Fremdkapital angewiesen, um zu funktionieren. Die Gefahr einer Überschuldung sowie eine hohe Anfälligkeit im Falle ausbleibender neuer Kreditgeber ist in einer solchen Situation deutlich größer.

Welche Eigenkapitalquote als gut erachtet werden kann, ist branchenabhängig. Gerade Banken weisen meist eine sehr geringe EKQ auf. Als Mindestquote hat die EU hier 8 Prozent festgelegt. In vielen anderen Branchen gilt hingegen eine EKQ von über 30 Prozent als erstrebenswert.

Eigenkapitalrendite

Eine weitere Kennzahl ist die Eigenkapitalrendite (EKR). Diese sagt aus, welcher Anteil des erwirtschafteten Gewinns auf das eingesetzte Eigenkapital entfällt. Daran lässt sich erkennen, wie rentabel ein Unternehmen mit dem Geld der Aktionäre umgeht.

Eine höhere Eigenkapitalrendite ist meist besser als eine niedrige. Auch hier muss man jedoch wieder branchenspezifische Eigenheiten beachten. Aus diesem Grund ist ein Vergleich der Eigenkapitalrendite nur bei Aktienunternehmen innerhalb der gleichen Branche sinnvoll.

Ist die Eigenkapitalrendite eines Unternehmens im Vergleich zur Konkurrenz auffallend niedrig, muss dies zudem für sich genommen noch nicht unbedingt ein Ausschlusskriterium sein. In diesem Fall sollte man darauf achten, ob sich die EKR in den vergangenen Jahren positiv entwickelt hat. Eine positive Entwicklung deutet darauf hin, dass das Unternehmen in die richtige Richtung steuert.

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