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Die Aktienkurse sinken – So reagiert man im Crash

Der Handel mit Aktien ist eine tolle Sache, gerade wenn die Kurse ungeahnte Höhen erreichen. Man kann förmlich dabei zusehen, wie sich sein eingesetztes Kapital mit hohen Renditen verzinst. Das macht richtig Spaß und die Bewunderung der Freunde am abendlichen Stammtisch lässt auch das Selbstwertgefühl ansteigen. Die Kehrseite der Medaille ist dagegen weniger angenehm. Die neu erworbene Zuversicht rauscht ebenso schnell in den Keller wie die Kurse in New York oder Frankfurt. Das ist der Punkt, an dem vor allem Privatanleger in Panik verfallen.

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Alte Hasen an der Börse haben eine andere Sicht auf die Dinge: Sie sehen kein Problem, sondern eine attraktive Chance auf Rendite. Wie man im Crash reagieren sollte, wird in diesem Artikel beleuchtet.

Der Zusammenbruch der Börse

Die Anfänge der Börse gehen Jahrhunderte zurück. Seit dieser Zeit wird der Wertpapierhandel auch von Zusammenbrüchen begleitet. Der berühmteste Crash ist sicher die Tulpenkrise aus dem Jahre 1637. Dort wurden Tulpen zum beliebten Spekulationsobjekt, bis der Markt schließlich völlig zusammenbrach und die Tulpen ihren Wert verloren. Seitdem hat sich die Börse des Öfteren massiv korrigiert. Seien es Finanzkrisen, Spekulationsblasen oder übertriebene Euphorie – nichts von alledem konnte die Börse aber nachhaltig in die Knie zwingen.

Ein Crash ist also kein Grund zur Beunruhigung, sondern gehört zum Wertpapierhandel dazu. „Geschichte wiederholt sich“ – das wird nirgends so deutlich wie an der Börse. Wichtig ist, richtig auf einen Zusammenbruch zu reagieren. Das führt uns direkt zu Punkt zwei.

Keine Emotionen an der Börse

Emotionen und Gefühle sollten an der Börse außen vor gelassen werden. Gerade die Gier nach mehr Geld bringt selten etwas Gutes mit sich. Aber auch von der Angst sollte man sich nicht leiten lassen. Es ist verständlich, dass drastisch sinkende Kurse Furcht auslösen – schließlich haben viele Anleger an der Börse investiert, um fürs Alter vorzusorgen. Diese Angst darf auch gefühlt werden, allerdings sollte nicht aus dieser Emotion heraus gehandelt werden.

Sobald wir Furcht verspüren, setzt im Gehirn unser logisches Denken aus. Das urzeitliche Reptiliengehirn übernimmt nun unsere Handlungen und signalisiert vor allem eines: „Flucht!“ Da wir nicht aktiv davonlaufen müssen, können wir diesen Impuls an der Börse in „Verkaufen!“ übersetzen. Das ist aber genau der falsche Weg. Das logische Denken muss die Oberhand behalten.

Dazu gehört beispielsweise, sich immer wieder klar zu machen, dass der Markt, trotz massiver Korrekturen, immer weiter zugelegt hat. Es ist wie beim Monopoly spielen: Früher oder später wird man mal im Gefängnis landen. Es gehört ganz einfach zum Spiel dazu. Außerdem ist die richtige Vorbereitung wichtig. Hat man vor dem Kauf eine gute Fundamentalanalyse der Unternehmen durchgeführt, muss einem der Crash keine Angst machen. Gerade gut finanzierte Firmen überstehen eine Krise meistens unbeschadet. Die passende Analyse im Vorfeld gibt uns also die nötige Sicherheit, diese Korrektur auch nervlich zu überstehen.

So handelt man im Crash

Natürlich ist dieser Artikel keine grundlegende Anlageberatung. Es gibt aber einige Regeln, die im Crash beachtet werden sollten. Die erste und wichtigste lautet: Nicht panisch verkaufen! Dies ist leider zu oft der erste Impuls. Viele Anleger verkaufen, nachdem die Kurse gefallen sind und steigen wieder ein, wenn die Kurse auf dem Weg zu neuen Höhen sind. In diesem Fall kann man das Geld auch genauso gut verbrennen.

Für den Fall einer Korrektur ist es wichtig, genug Barmittel im Portfolio zu haben. Ein Crash bietet nämlich sehr günstige und attraktive Einstiegsmöglichkeiten. Auch wenn dies Mut erfordert – jetzt hat man die Möglichkeit, einen Dollar für 50 Cent zu kaufen, wie Warren Buffett so schön zu sagen pflegt. Es ist also eine Frage der Perspektive: Zu keinem anderen Zeitpunkt sind qualitativ hochwertige Unternehmen so günstig wie in einem Crash. Diese mutige Strategie hat schon so manchen Investor an der Börse noch reicher gemacht.

Genau das sind Korrekturen also: Chancen! Trotzdem wird immer wieder erwähnt, nicht ins „fallende Messer zu greifen.“ Auch das ist richtig. Man weiß aber vorher nicht, wann das Messer aufhört zu fallen. Deswegen sollten nicht sofort alle Barmittel investiert werden, sondern in einzelnen Tranchen. So erwischt man vielleicht nicht den günstigsten Einstieg, erlebt aber hoffentlich auch keinen heftigen Rücksetzer mehr.

Auch präventiv kann man sich gegen Buchverluste im Crash wappnen. Ein breit gestreutes Portfolio, das mehrere Länder und Branchen umfasst, ist immer ein gutes Bollwerk gegen Kursverluste. Außerdem macht es Sinn, den Markt zu beobachten. Ungebremste Euphorie zeigt sich oft darin, dass viele Anleger die Börsenregeln missachten. Die Folgen sind astronomische Bewertungen – meistens von Wachstumsaktien. Es ist wichtig, diesen Trend zu erkennen und – wenn möglich- Gewinne mitzunehmen. So baut man auch die nötigen Barmittel auf, um bei einer Korrektur nachkaufen zu können.

Fazit: Der Crash als Chance

Mit etwas Mut kann auch eine starke Korrektur an der Börse zu einer wahren Chance werden – sozusagen ein Sommerschlussverkauf mit Aktien. Wichtig ist, nicht dem ersten Instinkt und dem Herdentrieb zu folgen und alle Aktien zu verkaufen. Auf lange Sicht gesehen wird man das teuer bezahlen.

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AktienNews24
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