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Vorsicht beim Börsengang – Worauf Anleger bei IPOs achten müssen

Seit jeher werden Börsengänge oftmals von großspurigen Ankündigen begleitet. Dementsprechend können es viele Anleger kaum erwarten, die neuen Aktien in die Finger zu bekommen. Nicht selten entpuppen sich die Papiere jedoch schnell als Enttäuschung. Wie kann man als Anleger derartige Fehlgriffe vermeiden?

Hohes Wachstum bei geringer Profitabilität

Im Zentrum dieser Frage stehen die beiden Begriffe Wachstum und Profitabilität. Meist sind sie es, welche darüber bestimmen, ob eine Aktie ihren Besitzern satte Renditen einfährt oder ob sie hinter den Erwartungen zurückbleibt.

Idealerweise sollte ein Unternehmen über beides verfügen. Gerade bei vielen IPOs aus dem Tech-Sektor ist dies jedoch nicht der Fall. Meist handelt es sich dabei um Unternehmen, die sich zwar auf einem rapiden Expansionskurs befinden. Mit großartigen Gewinnen können diese jedoch oftmals noch nicht aufwarten.

Für sich genommen muss dies noch nicht unbedingt ein schlechtes Zeichen sein. Gerade in der frühen Entwicklungsphase eines Unternehmens kommt es in erster Linie auf Wachstum an. Üblicherweise gehen solche Firmen aus genau diesem Grund überhaupt erst an die Börse: Um sich Kapital für ihren weiteren Expansionskurs zu sichern.

Es gibt zahllreiche Beispiele von Unternehmen, die selbst in den Jahren nach ihrem Börsengang noch rote Zahlen schrieben, sich in der Folgezeit jedoch zu einer Erfolgsgeschichte entwickelten. Dass ein Unternehmen nach seinem Börsengang weiterhin in den Miesen ist, muss also nicht zwangsläufig bedeuten, dass es sich bei seiner Aktie um einen Fehlgriff handelt. Doch worauf genau sollten Anleger dann achten, wenn die Profitabilität an sich gerade zu Beginn kein ausschlaggebender Faktor ist?

Umsatzwachstum als entscheidender Faktor nach Neuemission

Eine Studie von Goldmann Sachs hat sich genau mit dieser Frage beschäftigt. Das Ergebnis: Gerade in den Jahren unmittelbar vor und nach dem Börsengang kommt es in erster Linie auf das Umsatzwachstum an. Demnach haben seit 2010 Unternehmen mit einem Umsatzwachstum von 20 Prozent oder mehr den US-Aktienindex Russel 3000 überdurchschnittlich häufig geschlagen.

Als Anleger sollte man daher bei neu emittierten Aktien besonders darauf achten, wie sich die Umsätze gemäß Prognosen und echten Ergebnissen in den folgenden Quartalen entwickeln. Sollte das Unternehmen hier keine deutliche Wachstumsperspektive aufzeigen können, ist es meist besser, erst einmal die Finger von der Aktie zu lassen.

Gleichfalls stellte Goldmann Sachs in der Studie jedoch auch fest, dass Unternehmen, denen es gelingt, besonders schnell Gewinne zu generieren, ebenfalls im Durchschnitt besser performen als der Vergleichsindex. Am besten schnitten dabei zumeist jene Aktien ab, deren Unternehmen innerhalb von drei Jahren nach dem Börsengang Gewinne generieren konnten.

Wachstumsstrategie ist bei IPO wichtig

In erster Linie sollten Anleger also auf das Umsatzwachstum und an zweiter Stelle auf die möglichen Gewinne in den folgenden Jahren achten. Allerdings lassen sich diese Zahlen unmittelbar während eines Börsenganges nicht immer voraussehen. Gibt es Dinge, auf die man bereits vorher achten kann? Die Antwrot hierauf lautet ja.

Ein wichtiger Indikator vor dem eigentlichen Börsengang, ist, was das Unternehmen mit den erzielten Einnahmen aus der IPO machen will. Grundsätzlich sollte hierbei stets eine Wachstumsstrategie verfolgt werden.

Wesentlich kritischer ist es hingegen, falls mit dem eingenommenen Geld in erster Linie Altschulden bedient werden sollen. In diesem Fall kommt es darauf an, ob der dadurch freigewordene finanzielle Spielraum auch wirklich für die weitere Expansion genutzt werden soll.

Dient die Aktienplatzierung hingegen in erster Linie der Bezahlung von Alteigentümern, sollten bei Anlegern die Alarmglocken läuten. In diesem Fall sollte man besser die Finger von dem Papier lassen, da mit dem Börsengang lediglich das Risiko auf neue Aktionäre abgewälzt werden soll. Das beste Beispiel hierfür ist vermutlich der Börsengang der „Volksaktie“ Telekom, bei welcher lediglich der Bund als vormaliger Eigentümer profitierte.

Bei IPOs sollten Anleger daher immer auch darauf achten, ob Altaktionäre ihre Anteile halten oder versilbern wollen. In diesem Zusammenhang lohnt es sich, im Börsenprospekt der Aktie nach einer Haltefrist für Altaktionäre Ausschau zu halten. Ist diese kürzer als 12 Monate oder fehlt sie sogar gänzlich, sollte dies potenzielle Käufer zur Vorsicht gemahnen.

AktienNews24
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