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Aktien, die du die nächsten 15 Jahre halten kannst

In diesem Beitrag geht es um Aktien, die 15 Jahre und länger gehalten werden können. Welcher Fehler steckt in der Betrachtungsweise und wie findest Du als buy-and-hold Anleger Aktien, die Deinen Ansprüchen gerecht werden? Die Antworten sind in den nachfolgenden Abschnitten enthalten.

Aktien eignen sich nicht für kurzfristigen Handel

In den seltensten Fällen werden Aktien zu Senkrechtstartern, die innerhalb von kurzer Zeit lukrative Gewinne abwerfen. In der Regel entwickeln sich die Unternehmensbeteiligungen langsam in Richtung Norden und zeigen mehr oder weniger volatilen Kursverlauf. Das bedeutet, ihre Notierungen schwanken um mehrere Prozent nach oben oder unten. Über die Jahre hinweg wird bei einer gesunden Aktie ein nach oben gerichteter Trend ersichtlich.

Experten gehen davon aus, dass die Aktie eines aufstrebenden Unternehmens 15 Jahre zur vollen Entfaltung benötigt. Nach dieser Zeit ist die Unternehmensbeteiligung so weit gestiegen, dass selbst ein globales Börsenbeben sie nicht ins Minus drückt.

Beispiel Wirtschaftskrise 2020:

Viele Aktien verloren im Frühjahr 2020 durchschnittlich 40 % an Wert. Anleger, die ihre Papiere 15 Jahre vorher erworben hatten, erlitten jedoch keine wirklichen Verluste. Ihre Aktien hatten sich über die gesamte Haltezeit um plus 80 % oder besser entwickelt. Der Absturz reduzierte zwar die Gewinne, vernichtete aber nicht das investierte Kapital.

Du bist nach einer Haltedauer von 15 Jahren stets auf der sicheren Seite, sofern es sich bei Deinen Aktien um sorgfältig ausgesuchte Wertpapiere handelt. Doch nach welchen Kriterien werden vielversprechende Unternehmensbeteiligungen ausgewählt?

Welche Aktien eignen sich für den langen Anlagehorizont?

Eine unter Börsianern kursierende Faustregel besagt: Kaufe preiswert und verkaufe teuer. Klingt einfach, ist es aber nicht. Denn die Aufgabe, aktuell unterbewertete Aktien zu finden, überfordert nicht nur Anfänger.

Es gibt Aktien, die aufgrund der gebotenen Gewinnchancen des emittierenden Unternehmens als überbewertet gelten und Wertpapiere, denen Fachleute eine momentane Unterbewertung attestieren. Anleger, die Aktien nach diesen Vorgaben kaufen, werden Value Investoren genannt. Wahrscheinlich ist Dir in diesem Segment zumindest Warren Buffett bekannt, vielleicht auch Benjamin Graham.

Ersterer ist eine US-amerikanische Investoren-Legende. Buffett hat mit Value Investing und seiner Berkshire Hathaway Aktie viele Milliarden verdient und zählt zu den reichsten Männern dieser Welt. Benjamin Graham hatte einen internationalen Ruf als Meister der fundamentalen Analyse. Er war selbst Investor und lehrte zudem an der Columbia Universität im New Yorker Stadtteil Manhattan. Buffett sah in Graham einen ausgezeichneten Lehrer, welchen er zudem als Freund schätzte. Er verdankte ihm vor allem die Fähigkeit, Aktien emittierende Unternehmen richtig zu bewerten und einzuordnen.

Warren Buffett suchte und fand vorübergehend unterbewertete Unternehmen, kaufte deren Aktien und wartete die weitere Entwicklung ab. Fast alle Investitionen waren langfristig von Erfolg geprägt und ermöglichten der Legende den Erwerb und Aufbau seines Imperiums Berkshire Hathaway.

Du solltest als langfristig orientierter Anleger der Legende folgen und nach Value Aktien suchen.

Wie findest Du Value Aktien?

Deine Hauptaufgabe besteht in der Suche nach dem wahren Wert der fokussierten Aktie. Es geht dabei nicht um den aktuellen Kurswert, sondern um den tatsächlichen Wert des dahinter stehenden Unternehmens. Diesen realen Wert musst Du mit der momentanen Notierung vergleichen. Liegt der wahre Wert über dem Kurswert, hast Du eine chancenreiche Aktie gefunden.

Um was handelt es sich beim wahren Wert?

Experten der Fundamentalanalyse sprechen vom inneren Wert eines Unternehmens respektive einer Aktie. Benjamin Graham suchte als Englisch sprechender Analyst nach „the intrinsic value“.

Profis schätzen den inneren Wert einfach oder berechnen ihn mittels Fundamentalanalyse. Bei der Analyse werden neben Geschäftsmodell, Unternehmensführung und Produktvermarktung aktuelle Finanzkennzahlen zur Ermittlung des inneren Werts herangezogen. Daraus entsteht ein Wert, welcher mit dem aktuellen Kurs verglichen wird. Eine Aktie ist unterbewertet, wenn der ermittelte innere Wert über der aktuellen Notierung liegt.

Ins Detail gehende Anleitungen zur Wertermittlung würden den Rahmen dieses Beitrags sprengen. Es ist allerdings nicht ratsam, einfach mit der Internet-Suchmaschine nach unterbewerteten Aktien zu suchen. Warum?

Jeder Anleger hat beim Value Investing seinen individuellen Ansatz und handelt seinen Annahmen entsprechend. Jede Aktie muss verstanden werden, damit sie 15 wechselhafte Jahre im Portfolio verbleiben kann. Darum solltest Du selbst und den eigenen Präferenzen folgend nach Value Aktien suchen.

Gibt es Alternativen?

Natürlich gibt es auch seit Langem gut performende Bluechips für das Depot. Das Problem: Diese Aktien haben sich bereits optimal entwickelt und könnten auf hohem Niveau verharren oder durch Korrekturen zurückfallen.

Teuer kaufen und darauf spekulieren, irgendwann noch teurer verkaufen zu können, entspricht nicht den Ansatz eines langfristig orientierten Anlegers. Besser ist der Erwerb derzeit unterbewerteter Aktien, denn diese Wertpapiere haben auf lange Sicht überdurchschnittliches Potenzial.

Warum gibt es keine konkreten Vorschläge?

Solltest Du diesen Artikel erst in einigen Wochen oder Monaten lesen, sind die Vorschläge von heute womöglich Schnee von gestern. Die Finanzmärkte des 21. Jahrhunderts sind sehr effizient. Sie lassen alle erforderlichen Informationen dank neuester Technik innerhalb kurzer Zeit allen Marktteilnehmern zukommen. Wenn nun viele Investoren die Aktien eines aktuell unterbewerteten Unternehmens kaufen, steigt der Kurs und die Unterbewertung ist Geschichte. Mit den Tipps aus diesem Beitrag findest Du jederzeit beliebig viele Aktien, die 15 Jahre oder länger gehalten werden können.

Fachredaktion
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