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Wann kommt die Heliatek Aktie?

Mit seinen Solarfolien könnte das Dresdner Unternehmen Heliatek die Solarbranche revolutionieren. Der bereits 2018 angekündigte Börsengang hat sich jedoch nach hinten verschoben. Wann kommt die Heliatek Aktie auf den Markt?

Einst galt Deutschland im Bereich der Solarindustrie als Vorreiter. Dann schwemmte eine Flut an Billigprodukten aus Fernost die deutschen Hersteller vom Markt. Doch mittlerweile regt sich wieder etwas in der Branche. Die Firma Heliatek entwickelt Solarzellen in Folienform unter Verwendung organischer Materialien. Angesichts des Bedeutungsgewinns erneuerbarer Energien steckt eine Menge Potenzial in der Technologie.

Organische Solarfolien statt steifer Solarpanele

2006 als Universitätsausgründung entstanden, entwickelt das in Dresden ansässige Unternehmen Heliatek nunmehr bereits seit rund 15 Jahren eine völlig neue Art von Sonnenergiersammlern. Statt wie bisher starre Solarzellen aus Silizium zu verwenden, will Heliatek den Markt mit Solarfolien aus organischem Material aufrollen.

Neben den weitaus höherem Maß an Flexibilität haben diese Solarfolien den Vorteil, dass sie ohne Silizium, Blei und andere Schadstoffe auskommen, welche bei der Herstellung klassischer Solarpanele benötigt werden. Auf diese Weise lassen sich einerseits Materialengpässe vermeiden – angesichts der aktuellen Materialknappheit in vielen Branchen ein nicht zu unterschätzender Faktor. Darüber hinaus weisen die organischen Solarfolien auch einen weitaus ökologischeren Fußabdruck auf.

Heliatek war dabei in den vergangenen Jahren keineswegs das einzige Unternehmen, welches an der Verwirklichung dieser Idee gearbeitet hat. Jedoch sind sowohl der Folienaufbau als auch der Herstellungsprozess überaus anspruchsvoll. Diverse Konkurrenten haben daher im Laufe der Zeit bereits das Handtuch geworfen.

Massenfertigung ab Ende des Jahres?

Auch für Heliatek selbst gestaltete sich der Entwicklungsprozess bisher alles andere als einfach. Ehe man in der Lage ist, die eigenen Solarfolien massenhaft herzustellen, müssen diese erst noch markttauglich gemacht werden. Das Problem: Bisher liegt der Herstellungspreis für die Folien noch rund 80 bis 90 Prozent über jenem von traditionellen Solarzellen. Für die Herstellung wird ein spezielles Vakuum-Druckverfahren benötigt.

Erschwerend hinzu kommt, dass die Energieausbeute außerhalb der Labore derzeit nur bei einem Drittel von dem liegt, was mit normalen Solarpanele erzielt werden kann. Will Heliatek in absehbarer Zeit eine ernsthafte Konkurrenz innerhalb der Solarbranche werden, müssen diese Hürden zwingend überwunden werden. Heliatek gibt sich diesbezüglich jedoch optimistisch. Bis zum kommenden Jahr will man den Wirkungsgrad erhöht und die Produktionskosten deutlich gesenkt haben.

Auch mit der Massenproduktion an sich tat sich das Unternehmen bisher recht schwer. Ursprünglich hatte man geplant, am Standort bei Dresden bereits Mitte 2020 die ersten marktfähigen Solarfolien produzieren zu können. Neben der erforderlichen Entwicklungsarbeit bedurfte es jedoch auch noch der notwendigen Erfahrung mit entsprechenden Großserienanlagen.

Der Produktionsbeginn musste deshalb mehrfach verschoben werden. Jetzt peilt man Ende 2021 für den Start der kommerziellen Massenproduktion an. Laut Heliatek mangelt es nicht an potenziellen Kunden. Heliatek-Operativchef Michael Eberspächer sagt, dass das Auftragsbuch für das kommende Jahr bereits prall gefüllt sei. 2022 beabsichtigt man, eine Million Quadratmeter Solarfolie zu produzieren.

Wann kommt die Heliatek Aktie?

Anleger, die darauf hoffen, bei einem vielversprechenden Projekt im Bereich der erneuerbaren Energien frühzeitig mit dabei zu sein, fragen sich nun sicherlich: „Wann kommt die Heliatek Aktie?“.

Tatsächlich hatte das Unternehmen bereits 2018 einen Börsengang für 2020 angekündigt. Angepeilt waren damals Einnahmen von mehreren Hundert Millionen Euro. Bis heute zehrt die Firma noch immer von ihrem Risikokapital.

Gleichzeitig hatte man sich bereits frühzeitig dagegen entschieden, die Heliatek Aktie an der Börse Frankfurt zu listen. Stattdessen war die Londoner Börse das favorisierte Ziel für einen Heliatek IPO gewesen. Nach dem Brexit war diese Option jedoch wieder deutlich unattraktiver geworden.

Mittlerweile ist diese Debatte jedoch ohnehin nur noch theoretischer Natur. Laut Eberspächer wird es eine Heliatek Aktie nämlich nicht so schnell geben. Die aktuellen finanziellen Mittel reichen aus, um in die Massenproduktion überzugehen. Einen etwaigen Heliatek IPO schließt das Unternehmen derzeit zwar nicht aus. Der genaue Termin steht aktuell jedoch nicht fest. Unter Umständen könnte dies erst in einigen Jahren geschehen.

Sollte es dem Unternehmen tatsächlich gelingen, mit seinen Solarfolien kommerziellen Erfolg zu erzielen, könnte das Thema Börsengang jedoch evtl. schnell wieder zum Thema werden. In dem Fall ständen die Interessenten an einer Heliatek Aktie sicherlich Schlange.

Florian Schulze
Florian Schulze hat einen Abschluss in internationaler Politik und Wirtschaftspolitik und studiert derzeit Mathematik. Aktien sind sind seine Leidenschaft.

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