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Warum man nicht nur deutsche Aktien kaufen sollte

Eine bekannte Börsenweisheit besagt, man soll nur in Dinge investieren, die man auch kennt. Es ist daher nahe liegend, dass man als Anleger zuerst auf Aktien blickt, die aus dem eigenen Land stammen. Die Unternehmen sind bekannt und das Vertrauen in die eigene Wirtschaft ist bei vielen Deutschen höher als das Vertrauen in ausländische Märkte. Doch es gibt durchaus gewichtige Gründe, weshalb man nicht bloß deutsche Aktien kaufen sollte.

Anderswo gibt es mehr Rendite

Der deutsche Aktienmarkt hat sich in der Vergangenheit durchaus sehr gut entwickelt. Die Kurse vieler Aktien sind in den letzten Jahren teils stark gestiegen. Allerdings ist der deutsche Aktienmarkt in dieser Hinsicht keineswegs das Maß aller Dinge.

In den vergangenen zehn Jahren hat der deutsche Leitindex DAX beispielsweise um rund 120 Prozent zugelegt. Beim MDAX und SDAX stehen über diesen Zeitraum hinweg sogar jeweils mehr als 200 Prozent zu Buche. So gut diese Werte auch sind, können sie doch nicht mit der Entwicklung vieler US-amerikanischer Aktien mithalten.

Der US-Aktienmarkt ist der größte weltweit. Nirgendwo wandert jedes Jahr so viel Kapital in Aktien wie in den USA. Gleichzeitig wachsen besonders die großen Tech-Konzerne jenseits des Atlantiks seit Jahren mit einem unglaublichen Tempo. Dies schlägt sich auch auf die jeweiligen Aktienkurse nieder.

Der S&P 500, seines Zeichens der wichtigste Aktienindex der USA, performte in den letzten zehn Jahren deutlich besser als der DAX. Der US-Technologieindex Nasdaq 100 kam über den gleichen Zeitraum sogar auf ein Kursplus von mehr als 500 Prozent. Anleger, die ein Maximum an Rendite erzielen wollen, kommen um US-Aktien in ihrem Depot meist nicht herum.

Deutschland fehlen die Zukunftswerte

Das enorme Kursplus des Nasdaq 100 geht auf das bereits erwähnte Wachstum der US-amerikanischen IT- und Technologie-Unternehmen zurück. Die fortschreitende Digitalisierung hat dazu geführt, dass das Internet heutzutage allgegenwärtig ist. Darüber hinaus steckt in Technologien wie Künstlicher Intelligenz, der Cloud, der Blockchain oder Quantencomputern ungeheures Potenzial für die Zukunft.

Leider tut sich Deutschland seit Langem eher schwer in diesem Bereich. Die Zahl der deutschen Aktienunternehmen, die im Bereich IT- und Technologie zur führenden Riege zählen, ist überschaubar. Zwar gibt es mittlerweile eine Reihe von deutschen IT-Start-ups. Diese sind jedoch meist wesentlich kleiner als ihre US-Pendants und können auch nicht mit vergleichbaren Wachstumszahlen wuchern.

Wer wissen will, welches Potenzial in Technologiewerten steckt, braucht bloß einen Blick auf den TecDAX zu werfen. Dieser hat sich in den letzten Jahren besser als alle anderen deutschen Indizes entwickelt. Mit der ganz großen Konkurrenz aus den USA oder auch China können es die deutschen Technologiewerte jedoch nicht aufnehmen.

Diversifikation sollte auch nach Ländern erfolgen

Ein wichtiger Grundsatz bei der Aktienanlage ist eine ausreichende Diversifikation. Wer alles in eine einzige Aktie steckt, läuft Gefahr, im Falle einer schlechten Kursentwicklung, viel Geld zu verlieren. Doch auch mit mehreren Aktien im Depot können Anleger durchaus Gefahr laufen, nicht breit genug aufgestellt zu sein. Wichtig ist nämlich nicht nur, wie viele Aktien man im Depot hat, sondern auch wie sehr sich diese voneinander unterscheiden.

Stammen alle Aktien aus der gleichen Branche, könnte eine branchenspezifische Krise schnell zu hohen Verlusten im Depot führen. Das Gleiche gilt jedoch auch für die geografische Herkunft der verschiedenen Aktienunternehmen.

Wirtschaftliche Krisen können in verschiedenen Ländern unterschiedlich stark wüten. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn die Wirtschaft eines Landes besonders stark auf bestimmte Branchen spezialisiert ist. In Deutschland sind dies beispielsweise die Industrie und Automobilbranche. Hier kann sich eine schlechte Entwicklung schnell auch auf Zulieferer und benachbarte Branchen auswirken. Selbst Anleger, die keine deutschen Automobil-Aktien im Depot haben, könnten unter fallenden Kursen leiden, wenn die deutsche Autobranche in eine Krise geraten sollte.

Wer hingegen auch Aktien aus anderen Ländern und bestenfalls Weltregionen kauft, verringert die eigene Anfälligkeit für branchen- bzw. regionenspezifische Krisen.

AktienNews24
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