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Jenseits von China – Die oft übersehenen Aktienmärkte Asiens

Wer an das Potenzial des asiatischen Aktienmarktes denkt, hat dabei heutzutage meist China im Sinn. Jedoch gibt es auch abseits des Reichs der Mitte diverse attraktive Anlagemöglichkeiten. 2021 stehen viele Länder Ost- und Südasiens vor einem erheblichen Wachstumsschub. Der ideale Zeitpunkt, um in einige der vielversprechendsten Märkte der Welt einzusteigen.

Starkes Wachstum

Die Weltbank geht aktuell davon aus, dass die Wirtschaften der Länder Ostasiens und der Pazifikregion 2021 im Durchschnitt um 7,4 Prozent wachsen werden. Ein erheblicher Faktor wird hierbei selbstverständlich China sein. Laut Prognosen soll die chinesische Wirtschaft in diesem Jahr um 7,9 Prozent wachsen. Das Land hat die Corona-Pandemie überraschend gut überwunden und war bereits mit einer brummenden Wirtschaft in das Jahr 2021 gestartet.

Das Gleiche lässt sich allerdings auch über zahlreiche andere Länder Asiens sagen. Mit jeweils 6,7 Prozent Wachstum stehen auch Vietnam und Malaysia vor einem großen Sprung. Noch deutlich besser sieht hingegen der Ausblick für die indische Wirtschaft aus. Die Vereinten Nationen haben 2021 für Indien ein Wirtschaftswachstum von 7,3 Prozent vorausgesagt. Die Analysten von Morgan Stanley geben sich diesbezüglich noch um einiges optimistischer. Laut ihren Prognosen könnte die indische Wirtschaft mit bis zu 8,3 Prozent sogar noch ein Stück weit stärker wachsen als der große Konkurrent China.

Auch Japan, Südkorea und Taiwan haben die Corona-Krise bisher deutlich besser verwunden als die USA und die Länder Europas. Ebenso wie die Schwellenländer Südost- und Südasiens bieten sie Anlegern zudem den Vorteil, sich dort in geringerem Umfang um den weiter schwelenden Konflikt zwischen den USA und China Sorgen machen zu müssen.

Taiwan wächst im Schatten des großen Bruders

Kaum ein Land war bei der Eindämmung des Corona-Virus so erfolgreich wie Taiwan. Hierdurch war es dem kleinen Inselstaat möglich, die Maßnahmen wieder frühzeitig zu lockern. Gleichzeitig profitierte die Wirtschaft Taiwans von der stark gestiegenen Nachfrage nach Halbleitern.

Aufgrund dieser beiden Faktoren gelang es Taiwan 2020 zum ersten Mal seit 30 Jahren, das Wirtschaftswachstum Chinas zu übertreffen. Um 2,98 Prozent wuchs die Wirtschaft Taiwans im vergangenen Jahr, während die Volkswirtschaften überall sonst schrumpften.

Die Prognose für 2021 wurde jüngst um 1,3 Prozent auf 5,2 Prozent Wachstum angehoben. Taiwan ist der weltweit führende Hersteller von Computerchips. Diese werden mittlerweile nicht mehr nur in Computern benötigt. Smartphones, Unterhaltungselektronik, Autos, Haushaltsgeräte: Die Liste der alltäglichen Dinge, die ohne moderne Chips nicht funktionieren, ist schier endlos und wird doch immer länger. Vor Kurzem mussten mehrere Autohersteller wie Ford und Nissan ihre Produktion drosseln, da das Angebot an Chips kaum noch mit der Nachfrage mithalten konnte.

Auch Südkorea und Japan legen zu

Neben Taiwan spielt auch Südkorea eine gewichtige Rolle bei der Chipherstellung. Südkorea und Taiwan sind zusammen für 83 Prozent des gesamten weltweiten Outputs an Mikrochips verantwortlich. De facto bilden die beiden Länder damit ein Duopol. Aufgrund der Entscheidung von Intel, die eigene Chipproduktion auszulagern, dürfte sich diese Situation in den kommenden Jahren auch kaum ändern. Selbst China ist abhängig von Chips aus Südkorea und Taiwan und die eigenen Bemühungen, in dieser Hinsicht unabhängig zu werden, werden wohl erst in mehreren Jahren Früchte tragen.

Im Gegensatz zu Taiwan ist die Wirtschaft Südkoreas auch nicht so sehr abhängig von der Halbleiterindustrie. Mit Samsung, Hyundai, LG und Kia verfügt Südkorea über einige der größten Elektronik- und Autohersteller der Welt. Jüngste Spekulationen um eine Zusammenarbeit zwischen Apple und Kia oder Hyundai hatten die Aktien der Unternehmen kurzzeitig stark im Kurs steigen lassen.

In diesem Jahr rechnen Ökonomen für die südkoreanische Wirtschaft mit einem Wachstum von 3,2 Prozent. Noch optimistischer gibt sich diesbezüglich die Regierung Japans. Diese geht für 2021 von einem Wirtschaftswachstum von 4,0 Prozent aus. Von den vier großen Wirtschaften Ostasiens dürfte die japanische jedoch laut Expertenmeinungen wohl am längsten brauchen, um das gleiche Level wie vor dem Ausbruch der Pandemie zu erreichen. Das Japan Center for Economic Research geht in seiner konservativen Einschätzung davon aus, dass hierfür rund vier Jahre benötigt werden.

Trotz Einbruch marschiert Indien voran

Im Gegensatz zu den Ländern Ostasiens wurde Indien vergleichsweise hart von der Pandemie in Mitleidenschaft gezogen. Das Land wies zwischenzeitlich eine der höchsten Infektionszahlen weltweit auf. Auch die indische Wirtschaft brach infolge der notwendigen Einschränkungen massiv ein. Demnach schrumpfte die indische Wirtschaft 2020 um über 9 Prozent. Gleichzeitig ebnete dieser Einbruch jedoch auch den Weg für eine enorm starke wirtschaftliche Erholung in 2021.

Die zeigt sich auch an der Entwicklung des indischen Aktienmarktes. Der indische Leitindex Nifty 50 ist seit dem Ende des Crashs um rund 98 Prozent gestiegen. Zum Vergleich: Der Nasdaq 100 legte im gleichen Zeitraum lediglich um rund 95 Prozent zu. Wie in vielen Ländern Südostasiens sind auch die meisten indischen Unternehmen am Markt relativ niedrig bewertet. Das Wachstumspotenzial ist jedoch groß, da die Länder nach wie vor dabei sind, zu den Industrienationen aufzuholen. Für Anleger ergibt sich hierdurch die Möglichkeit, relativ günstig in extrem wachstumsstarke Märkte einzusteigen.

ETFs sind häufig die beste Möglichkeit, um einzusteigen

Gleichzeitig bergen jedoch auch diese Märkte durchaus Risiken. Zum einen müssen Anleger bei vielen Schwellenländern grundsätzlich immer mit einer größeren politischen und gesellschaftlichen Instabilität rechnen. Zudem können sich auch die Länder Südostasiens sowie Südkorea und Taiwan nicht vollständig dem Konflikt USA-China entziehen.

Ferner kann es gerade für Privatanleger oft besonders schwierig sein, sich einen Überblick über die Märkte dieser Länder zu verschaffen. Jeder hat sicherlich schon einmal von Samsung gehört. Aber wer kann auf Anhieb sagen, wer Reliance Industries, Maybank oder Hon Hai Precision Industry sind? Es handelt sich dabei um die jeweils größten Unternehmen Indiens, Malaysias und Taiwans.

Wer hingegen auf einen ETF mit länder- oder regionsspezifischem Fokus setzt, kann ohne große Mühe von der Wertentwicklung der wichtigsten Unternehmen dieser Länder profitieren. ETFs wie der iShares MSCI India UCITS ETF (ISIN: IE00BZCQB185), der Xtrackers MSCI Taiwan UCITS ETF (ISIN: LU0292109187) oder der Franklin FTSE Korea UCITS ETF (ISIN: IE00BHZRR030) konnten allesamt in den vergangenen Monaten ein beeindruckendes Kurswachstum vorweisen. Für Anleger, die ihr Engagement in Asien weiter diversifizieren wollen, bietet sich hier eine nicht zu vernachlässigende Gelegenheit.

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