BioNtech Aktie Prognose

BioNTech Aktie Prognose – Wie wird sich die BioNTech Aktie in Zukunft entwickeln?

Das deutsche Biotech-Unternehmen BioNTech hat seit dem vergangenen Jahr einen geradezu kometenhaften Aufstieg hingelegt. Die BioNTech-Aktie (ISIN: US09075V1026) eilte in diesem Sommer von einem Kursrekord zum nächsten. Doch lohnt es sich jetzt noch einzusteigen? Wie sieht die BioNTech Aktie Prognose für die unmittelbare Zukunft und die kommenden Jahre aus? Bietet die Kursprognose Aussicht auf Besserung? Diesen und ähnlichen Fragen wollen wir in der folgenden Analyse nachgehen.

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BioNTechs Aufstieg

BioNTech wurde ursprünglich 2008 von Uğur Şahin, Özlem Türeci und Christoph Huber gegründet. Der Unternehmensschwerpunkt lag dabei seit jeher auf der Erforschung und Entwicklung von aktiven Immuntherapien zur Behandlung von Krebs und anderen schwerwiegenden Erkrankungen. Einen besonderen Fokus legt BioNTech dabei auf Wirkstoffe auf Basis von messenger-RNA (mRNA).

2020 geriet BioNTech stark in den Fokus der Öffentlichkeit, nachdem sich das Unternehmen frühzeitig an die Entwicklung eines Corona-Impfstoffes auf mRNA-Basis gemacht hatte. Nachdem das Unternehmen im November 2020 eine 95-prozentige Wirksamkeit seines in Zusammenarbeit mit dem US-amerikanischen Pharmakonzern Pfizer hergestellten Vakzins festgestellt hatte, erteile die Europäische Arzneimittelagentur am 21. Dezember 2020 eine Notfallzulassung. Es handelte sich dabei um das erste zugelassene Produkt von BioNTech sowie den ersten hierzulande zugelassenen Corona-Impfstoff.

Der in der EU und der Schweiz unter dem Namen Comirnarty vertriebene Impfstoff avancierte schnell zum meistgenutzten Vakzin. In der Zwischenzeit begann BioNTech zudem mit der Entwicklung eines verbesserten Booster-Impfstoffes, der auch gegen aufkommende Varianten besseren Schutz bieten sollte.

BioNTech-Aktie Kursentwicklung

BioNTech ist 2019 an die Börse gegangen. Gehandelt wird das Papier dabei an der US-amerikanischen Technologiebörse NASDAQ. Zwischen Oktober 2019 und März 2021 verzeichnete die BioNTech-Aktie ein von zwischenzeitlich heftigen Preisbewegungen unterbrochenes Kurswachstum. In dieser Zeit kletterte der Aktienpreis um rund 555 Prozent auf ca. 81,50 Euro.
Nachdem es BioNTech 2021 dank enormer Verkaufszahlen seines Vakzins gelungen war, in die Gewinnzone einzufahren, begann der Aktienkurs schon bald nochmals stark zu steigern. Zwischen April und August kletterte der Kurs auf zwischenzeitlich 379,40 Euro – ein abermaliges Kursplus von mehr als 365 Prozent. In der Folgezeit fand eine Konsolidierung statt, welche den Kurs bis knapp an die 200-Euro-Marke fallen ließ.

Kurs BioNtech Aktie (Quelle: Google)

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BioNTech Jahreszahlen

Nachdem BioNTech in den Jahren zuvor defizitär gearbeitet hatte, verhalf die Entwicklung des eigenen Corona-Impftsoffes dem Mainzer Biotech-Unternehmen zum Durchbruch. Belief sich der Umsatz 2019 noch auf 105 Millionen Euro, kletterte dieser 2020 bereits auf 476 Millionen Euro. Dies entsprach einem Umsatzplus von 352 Prozent.

Aufgrund der hohen Entwicklungskosten rutschte man beim operativen Ergebnis zwar mit -263 noch tiefer in die roten Zahlen. Gegen Ende des Jahres waren die Auftragsbücher jedoch bereits prall gefüllt und mittlerweile verfügte man auch über die notwendigen Produktionskapazitäten, um Vakzin in ausreichenden Mengen herzustellen.

Derzeit erwartet BioNTech für das laufende Geschäftsjahr 2021 Verkaufserlöse zwischen 16 und 17 Milliarden Euro. In der ersten Jahreshälfte war man hier noch von 15,9 Milliarden Euro ausgegangen. Als Basis für diese Prognose dienen die derzeit unterschriebenen Lieferverträge im Umfang von 2,5 Milliarden Impfdosen.

Mit Blick auf den Gewinn ist das erste Jahr, in welchem man sich in den schwarzen Zahlen befindet, bereits jetzt ein voller Erfolg für BioNTech. Allein im dritten Quartal belief sich der Nettogewinn auf 3,2 Milliarden Euro. In den ersten neun Monaten des Jahres konnte BioNTech damit bereits einen Gewinn von 7,1 Milliarden Euro erzielen. Für das Gesamtjahr gehen Prognosen derzeit von einem Gewinn von 9,26 Milliarden Euro aus. Dies entspräche einem Ergebnis je Aktie von 36,61 Euro.

  2020 2021 (Prognose)
Umsatz in Mio. 476 € 17.227 €
Gewinn in Mio. -263 € 9.260 €
Ergebnis je Aktie 36,63 €

Quelle: FactSet

Comirnarty bleibt auch weiterhin gefragt

BioNTech und Pfizer peilen bis zum Jahresende die Produktion von bis zu drei Milliarden zusätzlichen Impfdosen an. Im kommenden Jahr soll die Produktionskapazität zudem noch weiter ausgebaut werden. Anvisiert ist 2022 die Herstellung von bis zu vier Milliarden Impfstoffdosen.

Angesichts der Tatsache, dass 2022 noch weitere neue Impfstoffe auf den Markt kommen dürften, sind Schätzungen über künftige Steigerungen beim Absatz von Comirnarty schwierig. BioNTech zugutekommen dürfte jedoch u. a. die Tatsache, dass die Ständige Impfkommission hierzulande für Menschen unter 30 Jahren künftig nur noch das Vakzin von BioNTech empfiehlt.

Lieferprognosen für 2022 des Portals Statista, welche sich wiederum auf Erhebungen des ZDF stützen, gehen zum jetzigen Zeitpunkt davon aus, dass der Impfstoff von BioNTech/Pfizer auch im kommenden Jahr der mit Abstand am meisten verimpfte in Deutschland sein wird. Erwartet wird eine Nutzung von 84,4 Millionen Impfdosen.

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In den USA haben BioNTech und Pfizer derweil bereits einen Antrag auf die Zulassung ihres Vakzins für eine Booster-Impfung für alle Personen über 18 Jahren beantragt. Laut einhelligen Medienberichten dürfte die US-Gesundheitsbehörde FDA dem Antrag zustimmen. Zudem hatte die FDA kürzlich erst die Genehmigung für die Impfung von Kindern zwischen 5 und 11 Jahren mit Comirnarty erteilt. Hiervon betroffen sind 28 Millionen Kinder.

In Deutschland steht eine entsprechende Entscheidung der Ständigen Impfkommission noch aus. Bis zu einer Impfempfehlung bzw. Zulassung müsste mit Blick auf Risiko und Nebenwirkungen bei Kindern noch eine eingehende Datenanalyse vorgenommen werden. Eine Zulassung in Europa für Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren wird dagegen frühestens Mitte November erwartet.

BioNTech Umsatz- und Gewinnaussicht 2022 und darüber hinaus

Für 2022 gehen die Prognosen aktuell von einem gleichbleibenden Umsatz von 17,25 Milliarden Euro aus. Auch beim Gewinn werden derzeit keine großen Veränderungen erwartet. Hier gehen Prognosen von 9,43 Milliarden Euro aus, was im Vergleich zu diesem Jahr immer noch ein Plus von 100 bis 200 Millionen Euro darstellen würde. Das Ergebnis je Aktie würde sich damit nochmals leicht auf 37,14 Euro verbessern.

Angesichts bereits mehrmals teils überraschend stark auftretender Infektionswellen sind diese Zahlen allerdings alles andere als in Stein gegossen. Es ist sehr gut möglich, dass die Nachfrage nach Comirnarty auch im kommenden Jahr wieder die ursprünglichen Erwartungen übersteigen könnte. Es ist daher nicht unwahrscheinlich, dass die Umsatz- und Gewinnprognosen auch für 2022 zu einem späteren Zeitpunkt wieder nach oben korrigiert werden müssen.

Aus eben diesem Grund sind die Prognosen für die Jahre nach 2022 mit Vorsicht zu genießen. Trotz zahlreicher Erfolge im Kampf gegen Covid-19 ist ein Ende der Pandemie derzeit noch nicht in Sicht. Dennoch gehen Experten davon aus, dass Umsatz und Gewinn von BioNTech ab 2023 wieder merklich sinken werden.

Geht der Markt für 2023 noch von einem Umsatz von 11,14 Milliarden Euro aus, soll diese Summe bis 2025 auf lediglich 5,19 Milliarden Euro zusammenschmelzen. Bein Gewinn werden für 2023 noch 5,65 Milliarden Euro vorausgesagt. Für 2025 beläuft sich die Prognose indes auf 2,40 Milliarden Euro.

Falls sich dies bestätigen würde, hätte dies durchaus erheblichen Einfluss auf die BioNTech Aktie Prognose. Ein Blick auf die Entwicklungs-Pipeline von BioNTech zeigt jedoch, dass das Unternehmen auch jenseits von Corona über eine Menge Potenzial verfügt.

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Was bringt die Zukunft? Entwicklungs-Pipeline und weitere Aussicht

Aufgrund des durchschlagenden Erfolgs von Comirnarty sind die anderen Projekte von BioNTech über längere Zeit hinweg in den Hintergrund gerückt. Derzeit hängen Umsatz und Gewinn des Unternehmens praktisch ausschließlich vom weitergehenden Erfolg dieses Impfstoffes ab. Um jedoch auch in Zukunft weiterhin erfolgreich zu sein, benötigt BioNTech früher oder später zusätzliche Impfungen/Behandlungen. Zum Glück gibt die Entwicklungs-Pipeline des Unternehmens einiges her.

Vor dem Ausbruch der Pandemie lag der Entwicklungsschwerpunkt der Mainzer auf dem Bereich der Onkologie (Krebstherapie). Genau hier ist man für die Zukunft auch besonders stark aufgestellt. BioNTech forscht seit jeher im Bereich der Krebsimmuntherapeutika und Impfstoffe gegen verschiedene Tumorarten. Derzeit befinden sich nicht weniger als 14 Immunonkologika in klinischen Studien.

So startete man beispielsweise erst im April dieses Jahres eine First-in-Human-Phase-I-Studie für die unter dem Namen BNT221 laufende T-Zelltherapie. Dabei handelt es sich um eine individualisierte Therapie, welche gegen unterschiedliche Neoantigene gerichtet ist. In der Studie werden speziell Patienten mit metastasiertem Melanom einbezogen, die entweder einen Rückfall erlitten haben oder grundsätzlich nicht auf vorherige Behandlungen angesprochen haben.

Daneben arbeitet BioNTech derzeit auch an einer CAR-T-Zell-Immuntherapie. Diese setzt auf gentechnisch veränderte T-Zellen, welcher über synthetische antigenspezifische Rezeptoren verfügen. Diese sollen es T-Zellen erlauben, die Oberflächenantigene von Tumorzellen zu erkennen und erfolgreich abzutöten.

Mit dem Protein Claudin-6 (CLDN6) wurde zudem vor einiger Zeit ein neues Target auf Tumorzellen entdeckt, gegen welches BioNTech neben den CAR-T-Zellen noch ein Nanopartikel-mRNA-Vakzin namens CARVac ins Feld führen will. Derzeit läuft eine First-in-Human-Phase-I/IIa-Studie, in der sowohl eine Monotherapie mit BNT211 als auch eine Kombination aus CAR-T-Zellen und CARVac untersucht wird.

Darüber hinaus hatte BioNTech vor Kurzem auch angekündigt, an der Entwicklung eines mRNA-Impfstoffes gegen Malaria zu arbeiten. Bisherige Versuche, ein wirksames Vakzin gegen die weitverbreitete Tropenkrankheit zu entwickeln, hatten sich als erfolglos erwiesen. Jährlich sterben rund 600.000 Menschen an Malaria. BioNTech-Gründer Şahin dämpfte allzu hohe Erwartungen zwar etwas, da es seinen Worten nach keine Garantie auf die erfolgreiche Entwicklung eines mRNA-Impfstoffes gegen Malaria gebe. Allerdings sei das Problem sehr wohl biologisch lösbar. Derzeit peilt man bis Ende 2022 den Start einer entsprechenden klinischen Studie an.

Des Weiteren eignen sich die von BioNTech entwickelten mRNA-Plattformen auch für die weitergehende Entwicklung von Impfstoffen gegen eine ganze Reihe unterschiedlicher Infektionskrankheiten. Bereits im August 2019 hatte man ein Investitionsabkommen mit der Bill & Melinda Gates Foundation geschlossen. Ziel ist es, eine Reihe von Immuntherapien zur Vorbeugung bzw. Behandlung diverser schwer heilbarer Krankheiten zu entwickeln. Hierzu zählen u. a. HIV und Tuberkulose.

Die Möglichkeiten, welche sich mit der erstmals bei der Entwicklung des Covid-19-Vakzins vollständig demonstrierten mRNA-Methode ergeben, erscheinen derzeit schier überwältigend. Sollten sich auch nur eine Handvoll der momentan in der Entwicklungs-Pipeline befindlichen Therapien als wirksam erweisen und die Marktreife erlangen, wären BioNTech auf Jahre hinaus hohe Umsätze und Gewinne sicher.

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Kursverluste und Konkurrenz trüben den Blick auf die Aktie

In den vergangenen Monaten befand sich die BioNTech-Aktie in einer ausgesprochenen Abwärtsspirale. Nachdem der Aktienpreis in der ersten Jahreshälfte enorm gestiegen war, hat sich nun vermehrt Skepsis unter vielen Anlegern ausgebreitet. Zwischen Mitte August und Mitte November verlor das Papier mehr als 48 Prozent an Wert.

Der Pharmakonzern Merck & Co hatte mit seinem Corona-Medikament jüngst Erfolge feiern können, was zumindest laut Anlegersicht die weiteren Aussichten der Riege der Impfstoffhersteller etwas schmälern könnte. Verstärkt wurde der Abwärtstrend dann ausgerechnet durch den Partner Pfizer. Dieser hatte gemeldet, ein wirksames Mittel gegen Corona entwickelt zu haben. Dieses soll einen 89-prozentigen Schutz vor Todesfällen im Rahmen einer Corona-Infektion bieten. Ein Antrag zur Zulassung ist in Bearbeitung.

Mit der Veröffentlichung seiner noch besser als erwartet ausgefallenen Quartalszahlen sowie dem positiven Lieferausblick konnte BioNTech diesen Abwärtstrend zuletzt jedoch zumindest vorübergehend stoppen. Doch wie wird sich der Kurs der BioNTech-Aktie nun weiter entwickeln? Wird BioNTech wieder steigen oder geht es weiter bergab?

BioNTech-Aktie Kursziel und Analystenmeinung

Der Aufstieg der BioNTech-Aktie verlief in den letzten Jahren geradezu kometenhaft. Wie so oft war diese Entwicklung aber auch von teils starken Spekulationen begleitet. Dementsprechend ist es nicht unbedingt überraschend, dass ein Großteil der Analysten aktuell eher mit einer guten Portion Vorsicht auf die BioNTech-Aktie blickt.

Von 15 Kursbeobachtern sprechen sich derzeit lediglich vier dafür aus, die BioNTech-Aktie zu kaufen. Dem gegenüber stehen neun Analysten, welche die Aktie momentan neutral bewerten. So geht Goldman-Sachs-Analyst Chris Shibutani davon aus, dass die anstehenden Booster-Impfungen weltweit bereits in den Kurs der Aktie eingepreist sind. Insofern sei derzeit nicht mit weitergehenden Kursimpulsen aus der anlaufenden Booster-Impfungskampagne in den USA oder anderswo zu rechnen.

Bemerkenswert ist hierbei jedoch, dass die Kursziele der Analysten teils erheblich auseinander gehen. So hatte Shibutani im September trotz der neutralen Bewertung ein Kursziel von umgerechnet 375 Euro ausgegeben. JPMorgan hat unterdessen erst am 10.11. umgerechnet 156 Euro als Kursziel ausgegeben. Insgesamt liegt der Spanne bei den Kurszielen derzeit bei mehr als 250 Euro. Das mittlere Kursziel liegt dabei mit 264,78 Euro allerdings immer noch rund 27,3 Prozent über dem tatsächlichen BioNTech-Kurs.

Einer der Hauptgründe hierfür ist natürlich der rapide Kursverlust der letzten Wochen, welcher den Aktienkurs deutlich unter die meisten derzeitigen Kursziele hat fallen lassen. Könnte sich aus diesem Kursverlust allerdings womöglich auch wieder eine Einstiegschance ergeben?

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BioNTech Aktie Prognose: Wird BioNTech wieder steigen?

Angesichts der starken Zahlen für das dritte Quartal fiel die Reaktion des Marktes auffallend verhalten aus. Zwar konnte der Abwärtstrend vorerst gestoppt werden. Für eine Trendumkehr muss jedoch noch einiges geschehen. Eine zentrale Hürde auf dem möglichen Weg nach oben besteht aktuell im Preisbereich zwischen 229 und 239 Euro. Sollte es dem Papier gelingen, diese Barriere zu überwinden, wäre aus technischer Sicht der Weg zurück zu einem noch höheren Kursniveau frei.

Gleichzeitig ergibt sich im Bereich rund um 168 Euro ein wichtiger Support, welcher nicht nach unten hin durchbrochen werden dürfte, sollte es in den kommenden Tagen und Wochen erneut zu einer Abwärtsbewegung kommen. In dem Fall wäre laut Analystenmeinung sogar ein Durchreichen bis in den Bereich zwischen 104 und 126 Euro möglich.

Grundsätzlich gibt es durchaus gute Gründe, die derzeit für einen erneuten Kursanstieg sprechen. So bewegt sich das geschätzte KGV von BioNTech derzeit zwischen 5 und 6, was als sehr günstig zu bewerten ist. Für das kommende Jahr gehen Prognosen derzeit von einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 7 aus. Insofern könnte sich Anlegern aktuell durchaus eine günstige Einstiegsgelegenheit bieten.

Ebenfalls für diese These spricht, dass der aktuelle Abwärtstrend nicht nur BioNTech, sondern auch dessen US-amerikanischen Konkurrenten Moderna betrifft. Auch die Moderna-Aktie (ISIN: US60770K1079) musste in den letzten drei Monaten einen Kursverlust von rund 50 Prozent verkraften.

Die Kursverluste bei BioNTech haben also nicht unbedingt etwas mit einer ungünstigen wirtschaftlichen Entwicklung zu tun, sondern lassen sich zumindest zum Teil durchaus als natürliche Gegenreaktion zu der vorausgegangenen Hausse erklären. Angesichts der weiterhin guten Aussichten für das restliche Jahr 2021 sowie das kommende Jahr 2022 erscheint ein neuerlicher Kursanstieg in baldiger Zukunft durchaus möglich.

Langfristige BioNTech Aktie Prognose: Jetzt BioNTech kaufen und langfristig profitieren?

Gerade für langfristig orientierte Anleger dürften allerdings die Aussichten des Mainzer Biotech-Unternehmens über 2022 hinaus von großer Bedeutung sein. Wie sieht die BioNTech Aktie Prognose für die kommenden Jahre aus?

Von entscheidender Bedeutung dürfte hierbei der Erfolg bei der weiteren Entwicklung von Therapien und Vakzinen sein. BioNTech kann auf einen Forschungsvorsprung im Bereich der mRNA-Technologie bauen, den man sich über Jahre hinweg erarbeitet hat. Wie bei allen Pharma- und Biotech-Unternehmen gibt es natürlich keine Garantie, dass die Entwicklung einer bestimmten Therapie erfolgreich zum Abschluss gebracht werden kann. Unvorhergesehene Rückschläge können immer wieder auftreten.

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Allerdings hat BioNTech mit der Entwicklung des Corona-Impfstoffes unter Beweis gestellt, dass man durchaus in der Lage ist, auch unter erschwerten Bedingungen zügig Erfolge zu erzielen. Angesichts einer prall gefüllten Entwicklungs-Pipeline erscheint es daher sehr wahrscheinlich, dass man in den kommenden Jahren mehr als nur einen Durchbruch wird erzielen können. Gerade im Bereich der Krebstherapie – dem Kernbereich von BioNTech – können sich erfolgreiche Behandlungsmethoden schnell als extrem lukrativ für ihre Entwickler herausstellen. Die weiter oben erwähnten Umsatz- und Gewinnprognosen für die Jahr 2023-2025 sind daher derzeit nur von sehr eingeschränkter Aussagekraft.

Mit Blick auf die weitere Kursprognose der BioNTech-Aktie sollte man zudem stets die Börsenweisheit „Buy the rumor, sell the news“ im Hinterkopf behalten. Während der Covid-19-Impfstoff mittlerweile trotz weiterhin sehr guter Verkaufszahlen nur noch mäßige Begeisterung am Markt auszulösen scheint, warten Analysten und Anleger begierig auf Erfolgsmeldungen bei der Entwicklung weiterer mRNA-Therapien/Vakzine. Die Wahrscheinlichkeit, dass BioNTech mit seinen zahlreichen heißen Eisen im Feuer hier früher oder später für einen neuen Hype sorgen könnte, ist in der Tat sehr hoch.

Auch wenn eine langfristige BioNTech Aktie Prognose aufgrund diverser Unwägbarkeiten aktuell kaum konkrete Kursziele für die kommenden Jahre ausgeben kann, stehen die Chancen doch alles andere als schlecht, dass langfristige Anleger mit der BioNTech-Aktie eine gute Wahl treffen könnten.

BioNTech-Aktie kaufen: Kaufanleitung für die BioNTech-Aktie
Wer von einer positiven BioNTech Aktie Prognose überzeugt ist und die BioNTech-Aktie kaufen möchte, benötigt hierfür vorher einen passenden Broker samt Wertpapierdepot. In Deutschland stehen angehenden Anlegern diesbezüglich zahlreiche Möglichkeiten offen. Zur Auswahl stehen neben klassischen Filialbanken auch Direktbanken und Online-Broker.

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Welcher Broker für einen selbst am besten geeignet ist, hängt zu einem nicht unwesentlichen Teil vom eigenen Anlageverhalten sowie den persönlichen Bedürfnissen ab. Besonders mit Blick auf das Angebot an handelbaren Wertpapieren sowie die Gebührenstruktur gibt es zwischen den einzelnen Anbietern teils große Unterschiede.

Zumindest hinsichtlich der Bedienbarkeit sind sich viele Broker allerdings recht ähnlich. Der Aktienkauf funktioniert daher unabhängig vom gewählten Anbieter auch meistens auf die gleiche Art und Weise. Anleger, welche die BioNTech-Aktie kaufen oder in eine andere Aktie investieren möchten, können daher bequem der folgenden Schritt-für-Schritt-Anleitung folgen.

Schritt 1: Beim Broker registrieren

Der erste Schritt ist stets die Registrierung beim Broker der Wahl. Praktischerweise befindet sich zu diesem Zweck bei sämtlichen Brokern ein Online-Anmeldeformular auf deren Webseite. Dieses kann man bequem vom PC aus ausfüllen und abschicken. Im Anschluss erhält man eine E-Mail mit einem Aktivierungslink.

Ehe man den eigenen Account jedoch nutzen kann, ist noch eine vorherige Verifikation erforderlich. Hierbei handelt es sich um eine gesetzlich vorgeschriebene Sicherheitsmaßnahme, welche der Bestätigung der Identität dient. Früher wurde hierfür in erster Linie auf das Post-Ident-Verfahren zurückgegriffen, bei dem die notwendigen Dokumente auf dem Postweg versandt werden. Heutzutage setzt sich jedoch das Video-Ident-Verfahren zunehmend durch.

Alles, was hierfür notwendig ist, ist eine funktionierende Kamera für Videoübertragungen am Rechner sowie ein Personalausweis oder Reisepass. Manche Anbieter ermöglichen auch die Identifikation per Smartphone. Die besten Broker finden Sie in unserem Depotvergleich.

Schritt 2: Geld einzahlen

Bevor man mit seinem neuen Account in Aktien investieren kann, muss sich auf dem dazugehörigen Abrechnungskonto ausreichend Kapital befinden, damit man die gewünschten Aktienkäufe auch bezahlen kann. Je nach gewähltem Broker stehen Anlegern hierfür unterschiedliche Zahlungsmöglichkeiten zur Verfügung.

Zu den am weitesten verbreiteten Zahlungsoptionen zählen die Banküberweisung, die Zahlung per Kreditkarte sowie Online-Zahlungsdienstleister wie z. B. PayPal. Abhängig von der gewählten Zahlungsmethode wird das überwiesene Geld innerhalb von Sekunden oder wenigen Tagen dem Konto gutgeschrieben.

Schritt 3: BioNTech-Aktie kaufen

Mit gefülltem Konto kann man sich endlich daran machen, Aktien zu kaufen. Die Vorgehensweise hierbei ist dabei unabhängig vom gewählten Broker stets gleich.

Zuerst muss man die gewünschte Aktie auswählen. Hierfür gibt man entweder deren Namen oder die ISIN in die Suchleiste im Handelsfenster der Webseite des jeweiligen Brokers ein. Wer die BioNTech-Aktie kaufen* möchte, gibt also „Biontech“ oder „US60770K1079“ ein. Falls der Broker die Wahl zwischen unterschiedlichen Handelsplätzen anbietet, kann man sich anschließend für einen Handelsplatz entscheiden.

Als Nächstes gibt man an, welche Stückzahl der betreffenden Aktie gekauft werden soll. Falls der Broker unterschiedliche Ausführungsarten anbietet, kann man diese ebenfalls auswählen. Möglich sind u. a. der Realtime-Kauf oder eine Limit-Order. Anschließend kann man den Kauf mit ein oder zwei Klicks abschließen. Schon ist man Besitzer der entsprechenden Aktie.

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Fazit und Aussicht – Lohnt es sich jetzt, die BioNTech-Aktie zu kaufen?

Obwohl der Aktienkurs zwischen September und November recht deutlich gefallen ist, macht die aktuelle BioNTech Aktie Prognose durchaus Hoffnung. Das Mainzer Biotech-Unternehmen kann zum ersten Mal seit seiner Gründung Gewinne vorweisen. Mit einem geschätzten Nettogewinn von mehr als 9 Milliarden Euro allein in diesem Jahr läuft das Geschäft derzeit blendend für BioNTech.

Für das kommende Jahr gehen die Prognosen unterdessen von einem ähnlich hervorragenden Ergebnis aus. Gemessen daran, ist die BioNTech-Aktie mit ihrem derzeitigen Kurs eher günstig bewertet. Es spricht also vieles dafür, dass die jüngsten Kursverluste eher eine zwischenzeitliche Konsolidierung, denn einen langfristigen Absturz darstellen.

Angesichts des enormen Potenzials der mRNA-Technologie sowie der prall gefüllten Entwicklungs-Pipeline von BioNTech erscheint gerade die langfristige Aussicht für die Aktie mehr als gut. Wer darüber nachdenkt, die BioNTech-Aktie zu kaufen, könnte dies aufgrund der jüngsten Kursverluste daher aktuell durchaus zu einem besonders günstigen Preis tun.

Häufig gestellte Fragen zur BioNtech Aktie

Die Prognose für die BioNTech Aktie ist kurz- wie langfristig durchaus positiv. Das durchschnittliche Kursziel der Analysten liegt momentan deutlich über dem aktuellen Aktienkurs. Zudem wird BioNTech den Prognosen nach auch im kommenden Jahr wieder sehr hohe Gewinne einfahren.
Derzeit weist die BioNTech-Aktie ein KGV zwischen 5 und 6 auf. Damit ist die Aktie nicht überbewertet, sondern eher als günstig anzusehen.
Derzeit bewerten die meisten Analysten die BioNTech-Aktie abwartend. Das durchschnittliche Kursziel liegt jedoch deutlich über dem aktuellen Aktienkurs. Dies legt beträchtliches Steigerungspotenzial nahe.
Wer die BioNTech-Aktie kaufen möchte, benötigt dafür einen Broker. Hierfür infrage kommen sowohl Filialbanken als auch Direktbanken und Online-Broker.

 

Autor

Florian Schulze hat einen Abschluss in internationaler Politik und Wirtschaftspolitik und studiert derzeit Mathematik. Aktien sind seine Leidenschaft.